DGB: Tausende Minijobber in der Region Trier wegen Corona arbeitslos

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Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild

TRIER. Ende 2020 gab es in der Region Trier fast 50.000 Minijobberinnen und Minijobber. Das sind 4.500 weniger als im Jahr davor. Vor allem in der Gastronomie war ein hoher Rückgang der Minijobs zu verzeichnen. Das bedeutet: Tausende Menschen in der Region haben in der Corona-Pandemie ihre Jobs verloren und landeten zum Teil in Hartz IV. Der DGB fordert angesichts dieser Zahlen eine Minijob-Reform, wie der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland heute mitteilt.

„Die aktuelle Krise ist ein Alarmsignal. Minijobberinnen und Minijobber wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt, als die Restaurants, die Läden und die Schulen dicht machen mussten“, sagte James Marsh, DGB-Regionsgeschäftsführer Trier.

Da geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind, erhalten sie weder Kurzarbeiter-, noch Arbeitslosengeld. Vielen blieben daher nur die viel zu niedrigen Leistungen der Grundsicherung, heißt es seitens des DGB.

„Minijobberinnen und Minijobber mussten bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, überhaupt ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gerade in Krisenzeiten müssen sich Beschäftigte aber auf ein soziales Sicherungsnetz verlassen können. Minijobs lösen dieses Versprechen nicht ein“, beklagte Marsh.

„Dem vermeintlichen Vorteil eines Brutto-für-Netto-Verdienstes stehen Niedriglöhne und Altersarmut gegenüber. Vor allem Frauen wird durch diese Fehlanreize die Möglichkeit einer eigenständigen Existenzsicherung verwehrt. Minijobs sind ein Relikt anderer Zeiten und müssen dringend reformiert werden“, forderte Marsh.

Der DGB kritisiert wegen seiner gravierenden Nachteile für Beschäftigte schon lange das „System Minijob“ und setzt sich für eine Umwandlung aller Minijobs in sozial abgesicherte Beschäftigung ein.

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