Innovation im Hunsrück: Windräder ohne nächtliches Dauerblinken in Betrieb

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Foto: dpa

MORBACH/MAINZ. Windräder mit abschaltbarem Licht sind in Rheinland-Pfalz erstmals im Hunsrück installiert worden. „Dieses innovative System führt dazu, dass die roten Blinklichter nur leuchten, wenn sich tatsächlich ein Flugzeug nähert“, teilte die Staatskanzlei in Mainz mit. Sonst bleibt es dunkel.

Die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung funktioniert den Angaben nach per Flugradar. Die insgesamt fast 20 neuen Anlagen stehen im kommunalen Windpark Am Ranzenkopf und im Windpark der Morbacher Energielandschaft.

„Von dieser technischen Neuerung im Sinne vieler Bürgerinnen und Bürger geht ein Signal ins ganze Land aus“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zur Inbetriebnahme der Windräder am Donnerstagabend. „Die neue Signalbefeuerung entlastet die Menschen, die sich durch das nächtliche Dauerblinken gestört fühlen.“ Eine nachhaltige Energieversorgung müsse auch möglichst umweltverträglich sein, sagte Dreyer zudem mit Blick auf die Tierwelt.

Die Technik, dass Signallichter durch Transponder aus vorbeifliegenden Flugzeugen ausgelöst werden und sich danach wieder abschalten, gebe es schon lange, sagte Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne). „Sie durften nur nicht verwendet werden.“ Das habe die Bundesregierung mit Unterstützung von Rheinland-Pfalz geändert.

Die Ampel-Regierung strebt in ihrem Koalitionsvertrag das Ausbauziel 100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2030 an. Dazu gehört der Netto-Ausbau von 500 Megawatt Windkraft pro Jahr.

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