Starkes Bündnis: Verbandsgemeinde Trier-Land und „Landwerke Eifel“ sichern Wasserversorgung

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Foto: lokalo.de (se)

TRIER-LAND. „Reines Wasser ist die erste und wichtigste Medizin der Welt“ – Um die wichtige Versorgung der laut slowakischen Sprichwort „wichtigsten Medizin“ auch zukünftig für zahlreiche Menschen in der Region sicherzustellen, kam es am vergangenen Montag im Saal der Verbandsgemeinde Trier-Land zu einer richtungsweisenden Vertragsunterzeichnung. Der beschlossene „Wasserliefervertrag“ garantiert die Wasserversorgung der Verbandsgemeinde Trier-Land auf lange Sicht.

Wasserversorgung – Was in der heutigen Zeit vielen Menschen als Selbstverständlich erscheint, bedarf in Wahrheit zahlreicher aufwendiger Versorgungs-Strukturen. Gerade auf topographisch anspruchsvollem „Eifel-Terrain“ ist die qualitativ hochwertige Wasserversorgung eine komplexe Aufgabe, die viel Energieaufwand und technisches „Know How“ aller Beteiligten bedarf.

„Positiver Meilenstein“

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Einen wichtigen Schritt für die weiterhin zuverlässige Wasserversorgung der Verbandsgemeinde Trier-Land, vollzog Bürgermeister und Verbandsvorsteher des Zweckverbandes (ZV) Wasserwerk Trier-Land, Michael Holstein (Freie Wähler), am vergangenen Montag. Gemeinsam mit Arnd Müller, Vorstand der „Landwerke Eifel AöR “, unterzeichnete der Verbandsbürgermeister einen „Wasserliefertrag“ der die Beteiligung der VG Trier-Land in den Verbund der „Landwerke Eifel (LWE)“ besiegelt. Ein Vertrag, der die Wasserversorgung vieler Menschen in der Region sichert – „Ein positiver Meilenstein“, so Holstein.

Hauptmerkmal der „Landwerke Eifel AöR„: Zusammenarbeit. Zusammenarbeit, um eine gemeinsame und zuverlässige Versorgung sicherzustellen und im Verbund vorhandene und auch hierdurch neuerlangte Stärken, optimal einzusetzen und gemeinsam auf künftige Herausforderungen reagieren zu können. Insbesondere der Umgang mit den Folgen immer extremer werdender Umweltverhältnisse gehören zu den großen Zukunfstfragen der regionalen Wasserversorger.

Gesicherte Wasserversorgung für 8.000 Grundstücke

„Unseren Bürgerinnen und Bürgern können wir hiermit eine auf lange Sicht qualitative Wasserversorgung garantieren“, verkündet Holstein zufrieden. „Der Vertrag ist unverzichtbares Element einer gesicherten Wasserversorgung für ca. 8.000 Grundstücke im Einzugsgebiet des Zweckverbandes“, ergänzt der Bürgermeister. Hierzu zählen neben der Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land auch Teile der VG Speicher und VG Südeifel.

Insgesamt haben sich im Verbund „Landwerke Eifel“ nun sieben Partner zusammengefunden. Neben dem neuesten Mitglied ZV Wasserwerke Trier-Land zählen die Kommunalen Netze Eifel AöR (KNE), der Wasserversorgung Eifelkreis Bitburg-Prüm, die Stadtwerke Bitburg – Eigenbetrieb Wasserversorgung, die VG Speicher – Eigenbetrieb Wasserversorgung, die Südeifelwerke Irrel AöR und der Zweckverband Wasserwerk Kylltall dazu. Mit dem Eintritt der VG Trier-Land, bringt diese rund 3,8 Millionen Euro an Werten in das Anlagevermögen der Landwerke ein, die dazu führen, dass etwa 25 Prozent beanteiligt.

Die notwendigen Arbeiten werden Ende 2022 abgeschlossen sein, so dass wir das Trinkwasser ab 2023 aus dem Verbundsystem der LWE beziehen werden.

Gemeinsame Versorgung von Nordrhein-Westfalen bis zur Riveris-Talsperre

Pressegrafik: Trassenverlauf; Quelle: www.kne-web.de

Das „Projekt der Zukunft“ mit einem gesamten Investitionsvolumen von 58 Millionen Euro, umschließt insgesamt einen Versorgungsbereich von rund 250.000 Menschen in Rheinland-Pfalz und wird großzügig gefördert. Die notwendigen Arbeiten sollen Ende 2022 abgeschlossen sein, alle bisherigen Arbeiten liegen im Zeitplan. Schließlich soll ab 2023
etwa 1.12 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr aus dem Verbundsystem der LWE bezogen werden. Das Trinkwasser wird energieneutral von der Oleftalsperre in Nordrhein-Westfalen bis zur Riveristalsperre nach Trier fließen. Derzeit muss das Trinkwasser für Trier-Land über eine Höhendiffernez von von 280 Metern „den Berg hinauf gepumpt“ werden.

Finanziell hat das Projekt für die Bürgerinnen und Bürger eine Anpassung der Gebühren zur Folge. Nach derzeitigen Berechnungen kämen Mehrkosten von drei Euro im Monat , also 36 Euro im Jahr, auf die angeschlossenen Grundstücke zu. Hierbei sei es jedoch auch wichtig zu beachten, dass aufgrund anstehender Investitionen ebenfalls eine Gebührenanpassung hätte stattfinden müssen. „Wenn wir weiterhin alleine geblieben wären, hätten wir auch eine Gebührenerhöhung gehabt, ohne stabile Versorgungssicherheit“, betont Michael Holstein.

Zukunfstfähig und Handlungsstark

Der Bürgermeister ergänzt abschließend: „Ich bin stolz und froh über diesen positiven Meilenstein für die Grundversorgung der Menschen in unserem Versorgungs-Bezirk. Die stabile Versorgung mit hochwertigem Wasser aus der Eifel ohne Sorgen um Einschränkungen, sowie die zukünftig weiteren positiven Synergieeffekte der vertrauensvollen Zusammenarbeit im Verbund der Landwerke Eifel, machen die Verbandsgemeinde zukunftsfähig und handlungsstark für kommende Herausforderungen“.

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