Fünf-Quadratmeter-Regelung: Clubbetreiber skeptisch – Öffnung nicht wirtschaftlich

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Foto: dpa

SAARBRÜCKEN/REGION TRIER. Obwohl sie von Freitag an unter Auflagen wieder öffnen dürften, bleiben einige Diskotheken und Clubs im Saarland geschlossen. „Wir machen auf keinen Fall auf, das macht überhaupt keinen Sinn“, sagte etwa Tomas Morrobel, DJ und Betreiber des Saarbrücker Clubs „Apartment“ am Mittwoch.

Nach den neuen Regeln dürften knapp über 40 Personen ins „Apartment“. „Das rechnet sich nicht“, meinte Morrobel. Zudem wolle kaum jemand mit Maske tanzen und feiern. Zunächst hatte der Saarländische Rundfunk berichtet.

Erlaubt sind laut der ab Freitag geltenden Verordnung maximal 250 Gäste, wobei die genaue Anzahl anhand der Fünf-Quadratmeter-Regelung bestimmt wird. Erforderlich ist zudem ein negativer Test beziehungsweise ein Nachweis, dass man geimpft oder von einer Covid-Erkrankung genesen ist. Des Weiteren gilt eine Maskenpflicht abseits eines festen Platzes.

Ähnlich wie Morrobel sieht es sein Kollege Tim Grothe vom „Mauerpfeiffer“. Auch in seinem Saarbrücker Club kämen maximal 40 Personen unter – statt wie sonst 500. Die Maskenpflicht sei an sich nicht das Problem, für das Security-Personal jedoch kaum zu kontrollieren und durchzusetzen, erklärte Grothe. Feste Sitzplätze existierten in den meisten Clubs ohnehin nicht. Stammkunden und Agenturen hätten nach der ersten Meldung über mögliche Öffnungen bereits begeistert angefragt. Ihnen musste Grothe nun erklären, dass es mit der großen Party noch etwas dauern könnte. Ihm sei kein Club in der Größe und Art des „Mauerpfeiffer“ bekannt, der zum Wochenende öffne.

Eine bessere Lösung sei es gewesen, den Club-Besuch mehr zu normalisieren, meinte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Frank C. Hohrath, also ohne Maskenpflicht und Mindestabstand. So sei bei einer guten Lüftungsanlage die Fünf-Quadratmeter-Regelung nicht notwendig. Auch Hohrath nimmt bei den Club-Betreibern und Betreiberinnen eher Skepsis wahr.

Auch in Rheinland-Pfalz dürfen die Clubs und Diskotheken wieder öffnen – ebenfalls nur unter starken Einschränkungen. Es gilt hier genauso die sogenannte GGG-Regel: Nur getestete, geimpfte und genesene Personen haben Zutritt zu den Clubs. Der Mindestabstand muss eingehalten werden. Aber vor allem eine Beschränkung stößt den Clubbesitzern auch in Rheinland-Pfalz sauer auf: Es gilt eine Person pro fünf Quadratmeter. Auch hier möchten viele Betreiber ihre Lokale deshalb noch zu lassen.

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