Saarland: Zuzahlungen für Pflege im Heim steigen

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Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

BERLIN/MAINZ. Die Pflege im Heim wird für Pflegebedürftige und deren Familien teurer. Die selbst zu zahlenden Anteile steigen im Saarland auf 2455 Euro pro Monat. Das sind im Schnitt 79 Euro mehr als noch zu Jahresbeginn. Das geht aus neuen Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand vom 1. Juli hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das Saarland liegt damit im oberen Bereich der Bundesländer. Deutschlandweit werden im Schnitt künftig 2125 Euro fällig.

Am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2496 Euro. Am niedrigsten ist die Belastung für Heimbewohner in Sachsen-Anhalt mit 1539 Euro im Monat. In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen daneben aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil für die reine Pflege liegt den neuen Berechnungen zufolge im Saarland bei 1024 Euro.

Entlastung soll eine Pflegereform bringen, die die große Koalition in Berlin beschlossen hat. Heimbewohner bekommen demnach ab 1. Januar 2022 einen neuen Zuschlag. Der Eigenanteil für die reine Pflege soll damit im ersten Jahr im Heim um fünf Prozent sinken, im zweiten Jahr um 25 Prozent, im dritten Jahr um 45 Prozent und ab dem vierten Jahr um 70 Prozent. Die Vorstandschefin des Verbandes der Ersatzkassen, Ulrike Elsner, sagte der dpa, diese «kleine Pflegereform» reiche bei weitem nicht aus. Es gelte, Pflegebedürftige spürbar zu entlasten und die Finanzierung langfristig zu sichern. Nötig sei unter anderem ein dauerhaft höherer Steuerzuschuss für die Pflegeversicherung. (dpa)

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