Lux(us)emburg: Im Großherzogtum leben besonders viele Millionäre

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Willkommen im Millionärs-Paradies! Foto: Romain Fellens/dpa

LUXEMBURG. HNWIs, „High Net Worth Individuals“ – so nennt der jährliche World Wealth Report des Unternehmensberaters Capgemini, der gestern in Luxemburg vorgestellt wurde, Millionäre. Um in dem Bericht als HNWI gewertet zu werden, muss man mindestens eine Million Dollar liquide haben. Immobilien werden nicht mitgezählt.

Laut dem Bericht hat die Zahl der Millionäre im letzten Jahr einen neuen weltweiten Höchststand erreicht: Rund 20,8 Millionen Menschen rund um den Globus sind HNWIs im Sinne der Definition von Capgemini. Besonders viele Neu-Millionäre gab es 2020 in den USA, nämlich etwa 700.000, was einem Plus von fast elf Prozent entspricht. Amerika überholt damit bei den Millionären zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder den asiatischen Raum. Die reichen US-Amerikaner profitierten besonders von einem starken Aktienmarkt und staatlichen Konjunkturmaßnahmen.

In Europa fiel der Zuwachs geringer aus, was v.a. mit der weniger guten Entwicklung europäischer Technologie-Werte zusammenhängt. Dennoch stieg die Zahl der Millionäre z.B. in Deutschland im letzten Jahr um 4,7% an.

Besonders viele Millionäre gibt es aber in Luxemburg: 42.800 HNWIs hat Capgemini im Großherzogtum gezählt – nur Monaco und die Schweiz haben relativ zu ihrer Bevölkerung mehr Millionäre als Luxemburg. Ihre Anzahl hat damit im Vergleich zu 2018, als die Erhebung erstmalig durchgeführt wurde, um fast 3.000 zugenommen. Dem durchschnittlichen Luxemburger Millionär stehen ca. drei Millionen Dollar an liquidem Kapital zur Verfügung. Von Millionären in anderen Ländern unterscheiden sich die reichen Luxemburger u.a. dadurch, dass sie deutlich stärker in Immobilien investieren als ihre aktienverliebten Standesgenossen andernorts.

Wenn die Märkte robust blieben und im Herbst keine vierte Corona-Welle das Wirtschaftswachstum bremst, sehe Capgemini weiterhin eine rosige Zukunft für die HNWIs, heißt es aus dem Unternehmen.

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4 KOMMENTARE

  1. Finde es gut, dass man auch als Grenzgänger fürstlich bezahlt wird und
    nicht so abgezockt wie in DE (Industrie)

  2. Es gibt auch viele Grenzgänger die die Gelegenheit genutzt haben in Luxemburg ihr gutes Auskommen zu finden und sich etwas aufzubauen das mit der deutschen Entlohnung und Rente nie möglich gewesen wäre

  3. Auf der deutschen Seite werden alle Wohnungen und Grundstücke von denen gekauft.
    Ich gehe demnächst auch nicht mehr hier schaffen!!!

  4. Ja , Hauspreise jenseits der 450.000€ kommen natürlich auch nicht von irgendwo her..
    das ist die Schattenseite ..

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