Strobel gibt Vorsitz für Euroministerkonferenz ab

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Peter Strobel (CDU) übergibt am Freitag den Vorsitz der Europaministerkonferenz. Foto: Oliver Dietze/dpa

SAARBRÜCKEN/BERLIN. Zum Ende seiner Zeit als Vorsitzender der Europaministerkonferenz (EMK) hat Saar-Finanz- und Europaminister Peter Strobel (CDU) eine positive Bilanz gezogen und die Wichtigkeit grenzüberschreitenden Handelns betont. «Vor allem wegen der Covid-19-Pandemie war es ein sehr herausforderndes und beanspruchendes Jahr», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Dennoch sei es gelungen, eine Vielzahl von europapolitischen Themen zu bearbeiten und voranzutreiben. Nach einem Jahr übergibt Strobel an diesem Freitag in der saarländischen Vertretung in Berlin das Amt an seine sächsische Kollegin Katja Meier (Grüne).

In allen Fragen – angefangen von der Impfstoffbeschaffung bis zu Finanzhilfen – habe man als Vorsitzland immer darauf verwiesen, «dass es nur mit gemeinsamen Maßnahmen und abgestimmt» gehe, sagte der Minister. Vor allem der grenzüberschreitende Aspekt habe dabei eine besondere Rolle gespielt: «Aus der ersten Welle mit den Schließungen haben wir unsere Erfahrungen miteinbringen können», bilanzierte Strobel. «An den Problemen sind wir auch ein Stück weit gewachsen – wir haben Fehler gemacht und daraus gelernt.»

Als «Highlight» bezeichnete er die 84. EMK, die im September 2020 noch als Präsenz-Veranstaltung in Perl-Nennig über die Bühne gegangen war. Dort sei es gelungen, Präsidenten der französischen Regionen und die deutschen Europaminister zusammenzubringen. «Das war etwas Besonderes und gab es in der Form bislang nicht», sagte Strobel. Zu einem spannenden Austausch sei es zudem dank der Einbindung der deutsch-französischen Jugendkonferenz in der europäischen Akademie in Otzenhausen gekommen.

Einen Rat für seine Nachfolgerin an der Spitze der EMK hat Strobel nicht. Er zeigte sich zuversichtlich, dass vor allem der Aspekt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wieder einen Schwerpunkt bilden wird. Auch deshalb, weil aus Anlass des Jubiläums «30 Jahre Weimarer Dreieck» die Verbundenheit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen im Fokus stehen werde. (dpa)

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