Grundwasserneubildung in RLP weiter rückläufig – Ausnahme Westeifel

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Die Pegelstände der Grundwasser-Brunnen sinken. Foto: dpa/Symbolbild

MAINZ. Der Trend eines langsam sinkenden Grundwasserspiegels setzt sich in diesem Jahr weiter fort. Im vergangenen Winterhalbjahr sei die Grundwasserneubildung im Landesdurchschnitt «leicht unterdurchschnittlich» gewesen, teilte der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium, Erwin Manz (Grüne), mit. «Die relativ hohen Niederschläge im Februar reichten nicht aus, um den Grundwasserspeicher wieder vollständig aufzufüllen.»

Somit hat sich die im Untergrund gespeicherte Wassermenge – fachlich als Grundwasserdargebot bezeichnet – in den meisten Regionen leicht verringert. Ausnahme war die westliche Eifel. «Dort war die Grundwasserneubildung durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich, so dass sich in einigen Regionen die tiefen Grundwasserstände etwas erholen konnten», sagte Manz der Deutschen Presse-Agentur. Diese Beobachtungen beruhen auf Daten von Grundwasserstands- und Quellschüttungsmessstellen.

Im Schnitt der vergangenen 18 Jahre, von 2003 bis 2020, ging die Grundwasserneubildung um rund 25 Prozent zurück, gemessen an den Jahren 1951 bis 2002. Im eigentlich wasserreichen Rheinland-Pfalz kann es in Dürreperioden, wie sie mit dem Klimawandel wahrscheinlicher werden, dann auch mal knapp werden mit der Wasserversorgung. Manz erwartet eine Fortsetzung des Trends: «Für ganz Rheinland-Pfalz muss bei gleichbleibenden klimatischen Verhältnissen auch für die kommenden Jahre mit einer defizitären jährlichen Grundwasserneubildungsrate gerechnet werden.» (dpa)

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