Bauern und Winzer sehen regnerisches Wetter mit gemischten Gefühlen

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Lieber mehr Sonne oder mehr Regen? Unterschiedliche Zweige der Landwirtschaft haben unterschiedliche Präferenzen. Foto: Michael Reichel/dpa/Symbolbild

MAINZ. Das regnerische, recht warme Wetter bekommt den Böden in Rheinland-Pfalz den Bauern- und Winzerverbänden zufolge nur bedingt gut. «Angesichts der letzten drei sehr trockenen Jahren ist es grundsätzlich gut, dass wir mehr Niederschlag haben», sagte der Sprecher des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, Andreas Köhr. Der starke Niederschlag könne helfen, mit geringeren Schäden über eine mögliche Hitzeperiode zu kommen. Doch nicht jeder Zweig der Landwirtschaft profitiert von den Regenfällen. Besonders Erdbeer- und Kirschbauern brauchen Köhr zufolge eher trockenes Wetter, damit ihre Früchte vollständig reifen können.

«Kirschen können platzen, wenn der Niederschlag zu groß ist», erklärte Köhr. Die starken Regenfälle hätten zudem besonders im Umkreis von Worms und im Donnersbergkreis Schäden verursacht und frisch gepflanzte Erdbeer- und Zuckerrüben weggeschwemmt. «Wie hoch und in welchem Ausmaß der Schaden ist, wissen wir noch nicht», sagte Köhr.

Tierhalter freuen sich währenddessen über das nasse Wetter. «In den letzten Jahren sind die Futtervorräte komplett aufgebraucht worden», sagte Wilfried Berg, Kreisvorsitzender für das Gebiet Rhein-Hunsrück beim Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Der Niederschlag habe ein wenig geholfen, um der Knappheit entgegenzuwirken. Einen Unterschied im Boden im Vergleich zu den Vorjahren sieht Berg bisher nicht. Es sei noch unklar, ob das Wasser bereits in die tieferen Bodenschichten gesickert sei. (dpa)

5 KOMMENTARE

  1. „Kirschen können platzen, wenn der Niederschlag zu groß ist“. Dann gibt es diese Jahr halt mal mehr Kirschmarmelade und Kirschsaft.

  2. KeescheEsse:
    Das Problem ist dabei ist das es für die Ernte dann nur einen Bruchteil bezahlt wird. Das ist dann wirtschaftlich nicht mehr tragbar.
    Windsinger:
    Ich werde oft gefragt wie das momentane Wetter sich auf meine Weinberge auswirkt. Ich gebe dann eine faktische Antwort, wie vermutlich die Bauern auch. Nur weil man nicht immer positives berichten kann heißt das noch lange nicht das man jammert. Ich würde mir wünschen das alle die immer über Bauern und Landwirtschaftliche Unternehmen herziehen nur einmal ein Jahr erleben müssen komplett ohne landwirtschaftliche Unternehmen. Bedeutet: kein Obst, Gemüse, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Getreide, Wein usw. und keine Landschaftpflege. Danach dürft ihr dann weiter über die doofen Landwirte schimpfen, wenn ihr dann feststellt das Instagrammer, Youtuber, TV Trash Promis, Büroangestellte, Beamte, Dauerurlauber nichts lebenswichtiges produzieren.

  3. Solange europäische Bauern mit EU Subventionen Fleisch nach China verkaufen hält sich mein Mitleid in Grenzen. Kein Jahr an dem der Bauer nicht jammert

  4. Ich will nicht über die Bauern her ziehen, ich bin froh, das es Menschen gibt, die sich die Mühe machen, regionale Produkte her zu stellen.

    Ich kauf lieber regional als international,
    ist vielleicht nicht EU-konform, aber ich möchte den heimischen Markt unterstützen.

    @Bedeutet: kein Obst, Gemüse, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Getreide, Wein usw. und keine Landschaftspflege

    Darum geht es doch gar nicht, das alles bekomme ich von Europa oder aus Übersee
    direkt in meinen lokalen Lebensmittelmarkt geliefert.

    Und ich habe auch nicht über doofe Landwirte geschimpft.

    Ich bekomme auch Zwiebeln aus Peru oder Ägypten, dafür benötige ich keinen deutschen Bauer,
    die schmecken sogar klasse.

    Es geht mir eigentlich nur darum, einfach mal lesen zu können, ja, wie waren mit der Ernte zufrieden
    und hoffen, das wir dies nächstes Jahr wieder holen können. Punkt.

    Bei den Winzern geht das ja manchmal sogar auch. 😉

    Das Gejammere geht mir einfach auf den Sack, sonst nix.

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