Große Resonanz für Streuobstwiesen-Projekt des Kreises Trier-Saarburg

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Mirco Johannes von der Naturschutzstiftung Heidekreis und Dr. Cornelia Pfabel von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Trier-Saarburg.

TRIER. Streuobstwiesen gehören in der Region zum Landschaftsbild – das zeigt auch die große Resonanz, die das Förderprojekt der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ „Wer trotzt Wind und Wetter, reduziert das CO2 und bietet Tieren ein Zuhause? Die Streuobstwiese – ein schützenswertes Biotop!“ in den vergangenen Wochen erfahren hat. Über 70 Bewerbungen mit fast 200 beantragten Streuobst-Flächen sind bei der Kreisverwaltung eingegangen.

Im nächsten Schritt wird die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung die Bewerbungen durchgehen und die angegebenen Flächen prüfen. Ende Juni entscheidet das Kuratorium der Stiftung über die Teilnahme am Förderprojekt. Insgesamt stehen für diese Förderperiode 150 000 Euro zur Verfügung. Im nächsten Jahr startet das zweite Fünfjahresprojekt mit weiteren 100 000 Euro.

Ziel ist eine naturgemäße, nachhaltige Bewirtschaftung alter Streuobstwiesen. Dazu soll ihre Pflege und Entwicklung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte gefördert werden. Konkret bedeutet das, dass gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde beispielsweise der Baumschnitt durchgeführt wird, vereinzelt neue Bäume gepflanzt werden und die Vermarktung des geernteten Obstes unterstützt wird.

Streuobstwiesen sind Lebensraum für zahlreiche Vögel, Reptilien oder Insekten. Insbesondere vor dem Hintergrund von Klimaveränderungen bieten sie viele Vorteile. Beispielsweise sorgen sie als Grünpflanzen mit ihrer Photosynthese dafür, CO2 zu reduzieren und gleichzeitig Sauerstoff zu produzieren. Daher werden sie in vielen Teilen Deutschlands geschützt.

Die Naturschutzstiftung Heidekreis aus Niedersachsen beschäftigt sich ebenfalls mit dem Erhalt der Streuobstwiesen. Durch die öffentliche Resonanz für das Förderprojekt im Landkreis Trier-Saarburg wurden sie auf die Arbeit in der Region aufmerksam. Um sich über Methoden und die Pflege von Streuobstwiesen auszutauschen, besuchte Mirco Johannes, der Projektmanager „Streuobst-Kulturlandschaft-Heidekreis“, den Kreis. Nach einem Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde hat er sich die unterschiedlichen Flächen im Kreisgebiet angeschaut. „Teilweise sind die Herausforderungen unterschiedlich. In Niedersachsen haben wir weniger mit Mistelbefall an den Bäumen zu kämpfen“, so Johannes. „Auch die Bewirtschaftung der umliegenden Wiesen ist ein wichtiger Aspekt“, meint Dr. Cornelia Pfabel, die das Förderprojekt im Landkreis betreut. Von einem aktiven Austausch mit dem Heidekreis erhoffe man sich neue Ideen in das laufende Förderprojekt einbringen zu können.

Die Naturschutzstiftung informiert unter www.naturschutzstiftung-heidekreis.de/projekte/biotopvernetzung-streuobstlandschaften über ihre Arbeit. Weitere Informationen zum Streuobstwiesen-Projekt des Kreises finden sich unter www.trier-saarburg.de/streuobstwiese

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