Geglückter Wechsel des Eintracht-Fanprojekts zum neuen Träger

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Lukas Keuser und Katja Morneweg vom Fanprojekt freuen sich mit Bürgermeisterin Elvira Garbes, Jugendamtsleiter Carsten Lang und Axel Ghane Basiri vom neuen Träger IB (v. l.) über den gelungenen Neustart.

TRIER. „Ende gut – alles gut“, so kommentiert Bürgermeisterin Elvira Garbes eine erste Bilanz nach der Mitte März erfolgten Übernahme des Eintracht Trier-Fanprojekts im früheren Exhaus durch den Internationalen Bund (IB) Südwest gGmbH für Bildung und soziale Dienste. Mit Jugendamtsleiter Carsten Lang war sie bei den Mitarbeitern Lukas Keuser und Katja Morneweg in der früheren Geschwister-Scholl-Schule zu Gast und lernte Axel Ghane Basiri als IB-Projektverantwortlichen kennen.

Der Träger hat bereits vielfältige Erfahrungen in der Betreuung von Fanprojekten, unter anderem in Kassel, Offenbach und Darmstadt. Das Trierer Fanprojekt musste wegen der Insolvenz des Exhauses im September 2020 die hauptamtliche Arbeit einstellen und konnte in kleineren Umfang ehrenamtlich weitergeführt werden. Die Projektpartner DFB und Innenministerium hatten eine weitere Förderung von einem geordneten Verfahren und der Auswahl eines Trägers abhängig gemacht. Der IB hat sich schließlich, so Jugendamtsleiter Carsten Lang, „in einem starken Bewerberfeld“ durchgesetzt.

Die Basis hatte der Stadtrat mit seinem einmütigen Beschluss im Dezember 2020 geschaffen und für die Zeit bis 30. Juni einen Zuschuss von 45.000 Euro bewilligt. Der Zeitplan sieht vor, dass sich der DFB und das Landesinnenministerium ab 1. Juli wieder beteiligen. Dann muss die Stadt nur noch 10.000 Euro pro Halbjahr beisteuern. Die DFB-Förderung wird zunächst halbjährlich bewilligt. Eine Fortsetzung ab 1. Juli 2022 ist abhängig von der Neuausrichtung der dortigen Förderstruktur. Carsten Lang und Axel Ghane Basiri zeigten sich optimistisch, dass die Finanzierung dauerhaft gesichert werden kann.

In dem Fanprojekt werden Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren betreut. Dabei geht es um viel mehr als die Betreuung rund um die Oberliga-Spiele der Eintracht, die derzeit wegen Corona nicht stattfinden können. Es gibt eine intensive Einzelberatung und Begleitung. In der Pandemie ist das auch wegen der Folgen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit wichtiger denn je. Dem Team ist es gelungen, die Angebote in der schwierigen Übergangszeit weiterzuführen. Das Hygienekonzept in der früheren Scholl-Schule habe sich bewährt. Außerdem gibt es digitale Formate. Mit dem Rückhalt durch den neuen Träger werden jetzt auch neue Projekte konzipiert, zum Beispiel mit Graffiti- Aktionen auf legalen Flächen.

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