Trier: Verunsicherung groß – Immer mehr Anrufer bei Telefonseelsorge

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Ein Mann ruft mit seinem Handy bei der Telefonseelsorge an. Foto: Markus Scholz/ dpa-Archiv

TRIER. Sorge um den Arbeitsplatz, Einsamkeit und Stress in der Familie: In der Corona-Pandemie suchen Menschen verstärkt Rat und Trost bei der Telefonseelsorge. In Trier gab es mit 11 550 Gesprächen in 2020 mehr als 1000 mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Bistum Trier als Träger am Freitag mit. Vor allem zu Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 sei die Nachfrage stark gestiegen. Zwei von drei Personen riefen die Telefonseelsorger mehr als einmal an.

Die Corona-Pandemie verunsichere nach wie vor viele Menschen, verschärfe bestehende Probleme und schaffe neue, hieß es in dem Jahresbericht. Viele Anrufende litten darunter, Freunde und Familie nicht mehr sehen zu dürfen. Besonders schwer sei die Situation für Personen, die unter Depressionen und Ängsten litten. Sie erlebten die Pandemie als Problemverstärker.

Die häufigsten Gesprächsthemen der Telefonseelsorge Trier drehten sich mit 3165 Anrufen um Partnerschaft, Familie und Trennung. Einsamkeit war bei 2105 Anrufen eines der zentralen Themen. In 774 Telefonaten wurden Selbstmordgedanken benannt.

Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, seien die Dienste der Telefonseelsorge Trier 2020 aufgestockt worden. Dennoch habe es teils Wartezeiten gegeben, hieß es. Insgesamt 73 Ehrenamtliche und zwei Hauptberufliche nahmen Anrufe entgegen. Bundesweit zählten die 105 Telefonseelsorgestellen rund 1,2 Millionen Anrufe.

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