Neue Infotafeln in Wäldern – Zahl der Waldbrände steigt mit dem Klimawandel

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Eine Infotafel zur Waldbrandgefahr ist an einem Baum in einem Wald bei Schweich befestigt. Foto: Harald Tittel/dpa

TRIER. Noch gibt es in Rheinland-Pfalz wenige und eher kleinere Waldbrände. Doch mit dem Klimawandel wird es immer trockener: «Und damit wächst das Waldbrandrisiko», sagt der Referent für Waldschutz beim Landesbetrieb Landesforsten Rheinland-Pfalz, Tobias Stubenazy, in Trippstadt. Um Menschen auf die Gefahr aufmerksam zu machen, haben Forstämter jetzt mehr als 1000 Infotafeln in Wäldern an ausgewählten Standorten wie Wanderparkplätzen aufgestellt.

Auf den Schildern steht ein Link «waldbrandgefahr.wald.rlp.de», über den sich Waldbesucher per Smartphone vor Ort über die aktuelle Waldbrandgefahr informieren können. «Bei uns in Rheinland-Pfalz steht der Mensch in 90 Prozent der Fälle am Anfang eines Feuers», sagt Stubenazy. Das Forstamt Trier hat ein Schild auf einer Anhöhe bei Schweich an einer Stelle aufgestellt, an der es im April 2020 gebrannt hatte. Seit 2016 steigt die Zahl der Waldbrände in Rheinland-Pfalz – und damit auch die Fläche, auf der Feuer lodert.

In 2020 sei das langjährige Mittel von weniger als 50 Waldbränden auf weniger als 10 Hektar Waldbrandfläche überschritten worden, sagt der Experte. Waldbrände könnten überall in Rheinland-Pfalz entstehen. Es gebe aber Risikogebiete: Dazu gehörten der Ostabfall des Pfälzerwaldes und der Oberrheingraben. Die Waldbrandgefahr sei im Frühjahr besonders hoch.

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