Weniger Passagiere beim Flughafen Hahn: Plus bei Fracht

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HAHN. Der Hunsrück-Flughafen Hahn ist im Passagiergeschäft im Corona-Monat Februar 2021 verglichen mit dem Vorjahresmonat extrem abgestürzt.

Zugleich verbuchte er im Frachtgeschäft ein Plus über dem Branchendurchschnitt. Die Zahl der Passagiere fiel um 90,9 Prozent auf 7281, wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) am Montag mitteilte. Zur bundesweiten Lage der Airports erklärte sie, die Nachfrage von Fluggästen bleibe «fernab jeder Normalität. Die politische Forderung, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten, lässt kaum Mobilität zu.» Im Hunsrück war zum Beispiel am Montag (29.3.) laut Online-Flugplan lediglich ein einziger Flug von Tuzla in Bosnien und Herzegowina zum Flughafen Hahn und zurück geplant.

Das Frachtgeschäft der Flughäfen bleibt der ADV zufolge dagegen auf Wachstumskurs, getrieben vom boomenden Online-Handel, vom Zusatzbedarf an Impfstoffen und medizinischen Gütern sowie von der limitierten Zahl von Containern im Seeverkehr. Während es im Februar bundesweit ein Plus von 14,6 Prozent auf 396 556 Tonnen Flugfracht gab, legte der Airport Hahn sogar um 67,5 Prozent auf 20 839 Tonnen zu. Er besitzt eine begehrte Nachtflugerlaubnis.

Der Haupteigentümer des Hunsrück-Flughafens, der chinesische Konzern HNA, hatte kürzlich Insolvenz angemeldet. Der Flughafen soll nun umgebaut werden. HNA hatte 2017 für rund 15 Millionen Euro vom Land Rheinland-Pfalz 82,5 Prozent des Flughafens Hahn gekauft. Die übrigen 17,5 Prozent hält das Land Hessen. Der Airport und der chinesische Staat versicherten, am Flughafenbetrieb werde sich nichts ändern.

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