Felssturz auf Zugstrecke: Felsnase soll gesprengt werden

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KESTERT. Nach dem Felsrutsch auf eine wichtige Güterzugstrecke im Mittelrheintal am 15. März sind die Aufräumarbeiten weiter im Gange.

Eine letzte Felsnase sollte an diesem Dienstagnachmittag (23. März) weggesprengt werden, wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte. Die Arbeiten würden kleiner ausfallen als am Wochenende, eine Sperrung der linksrheinischen Bahn und der Bundesstraße 9 sei dafür nicht erforderlich.

Die Oberleitung sei ausgehängt worden. Dies sei notwendig, um Platz zu schaffen für einen 70 Tonnen schweren Kran, der aus Nordrhein-Westfalen kommen solle. Nach zwei Sprengungen am Wochenende werde derzeit Gestein zerkleinert und mit Baggern entfernt.

«Der Zugverkehr auf der rechten Rheinstrecke kann voraussichtlich um Ostern wieder starten», teilte eine Bahnsprecherin mit. Voraussetzung für eine abschließende Aussage sei aber, dass der noch auf etwa hundert Metern von Gestein bedeckte Streckenabschnitt vollständig geräumt werde. Dann könnten die Fachkräfte das Ausmaß der Schäden an der Infrastruktur beurteilen.

Am Montagmorgen vor einer Woche waren bei Kestert unweit des Loreley-Felsens Felsplatten und Geröll auf die rechtsrheinischen Gleise gerutscht. Nach Schätzungen sind laut Bahn mehrere Tausend Kubikmeter Steine und Geröll auf die Bahnstrecke gelangt. Verletzte gab es nicht, auch Fahrzeuge oder Züge wurden nicht getroffen.

Die rechtsrheinischen Gleise sind laut Deutscher Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Derzeit werden die Züge über die linksrheinische Strecke umgeleitet, für den Personenverkehr hat das private Bahnunternehmen Vias Ersatz eingerichtet.

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