Nachbar mit Brotmesser attackiert: Landgericht Trier fällt Urteil

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Foto: dpa Archiv

TRIER. Wegen schwerer Körperverletzung hat das Landgericht Trier heute einen 33-jährigen Angeklagten zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt.

Der Mann hatte im August letzten Jahres seinen Nachbarn in einem Trierer Mehrfamilienhaus mit einem Brotmesser attackiert.

Wie das Gericht mitteilt, hatte sich der Angeklagte nach der Tat außerdem der anschließenden Festnahme widersetzt und Polizeibeamte angegriffen und beleidigt.

Bei der Tat im letzten Jahr hatte der Nachbar des Angeklagten sich in seiner Ruhe gestört gefühlt und bei dem 33-Jährigen geklingelt und sich beschwert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte sich daraufhin mit einem rund 20 Zentimeter langen Brotmesser bewaffnet hatte und an der Wohnungstür des Opfers klingelte. Ohne Vorwarnung habe er dann auf seinen Nachbarn eingestochen.

Mit schwersten Schnittverletzungen im Gesicht konnte sich der 64-jährige Geschädigte in seine Wohnung retten, in welche sich der Angreifer im Anschluss noch gewaltsam versuchte, Zutritt zu verschaffen.

Der Angeklagte, der laut Gericht einschlägig vorbestraft ist, und schon mehrfach wegen schwerer Köperverletzung im Gefängnis war, kann sich nach eigenen Angaben an die Tat nicht erinnern, und sprach vor Gericht von einem „Filmriss“.

Da der 33-Jährige bereits mehrfach im alkoholisierten Zustand gewalttätig geworden sei, muss er zunächst für zwei Jahre in eine Entziehungsanstalt.

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