Erfreulicher Zuwachs: Zahl der Feldhasen in Rheinland-Pfalz steigt deutlich

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Ein Feldhase (Lepus europaeus) hoppelt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

GENSINGEN. Gute Nachrichten von den rheinland-pfälzischen Feldern: Der Bestand der gefährdeten Feldhasen ist deutlich gewachsen.

Wie der Landesjagdverband am Donnerstag mitteilte, kamen im Frühjahr 2020 38 Feldhasen auf 100 Hektar, im Herbst 2020 waren es sogar 46 Hasen Tiere pro 100 Hektar. Das sei ein „erfreulicher und steter Zuwachs“, die Bemühungen von Jägern und Landwirten trügen Früchte.

Wie bereits in den Jahren 2018 und 2019 sei dem Feldhasen das regenarme, sonnige Wetter im Frühjahr zugute gekommen. Der April 2020 zähle etwa zu den sieben wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Um den Lebensraum der Tiere weiter zu verbessern, fordert der Jagdverband eine Entlohnung für Landwirte, die ihre Feldränder mit Wildkräutern bepflanzen. Zudem seien große, zusammenhängende Acker für die Hasen ungeeignet. Auch natürliche Feinde wie der Rotfuchs und Marder müssten verstärkt gejagt werden.

Die Jäger zählen die Hasen zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal Herbst. So überprüfen sie, wie viele Junghasen überlebt haben. Wegen der Corona-Krise sank die Beteiligung an der Zählung im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel. Die Daten stammen aus bundesweit rund 460 Referenzgebieten, die Wissenschaftler für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) ausgewertet haben. Damit dokumentieren Jägerschaft und Wissenschaftler seit 2001 die Entwicklung der Feldhasenbestände.

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