Trierer Politikwissenschaftler: Keine Alternative zu neuer Ampel

0
Malu Dreyer äußert sich nach den ersten Hochrechnungen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gibt es nach Ansicht des Trierer Politikwissenschaftlers Uwe Jun «keine echte Alternative» zur Neuauflage der Ampel-Koalition von SPD, FDP und Grünen. «Die Ampelkoalition wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der nächsten Legislaturperiode als Koalitionsformation zusammenfinden», sagte Jun der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Die haben hier fünf Jahre lang gut zusammengearbeitet.»

Das «Trio» sei schon in der Vergangenheit eher harmonisch gewesen. Die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) geführte Koalition habe auch im Wahlkampf, beispielsweise in der Affäre um Beförderungen im Umweltministerium, «immer mehr oder weniger» zusammengestanden. «Also es war ein vergleichsweise harmonisches Bündnis, sodass es für keine der Koalitionsparteien irgendeinen Grund gibt, das für die nächsten Jahre nicht wieder zu versuchen.»

Dreyer hatte am Sonntagabend bereits baldige Gespräche zur Neuauflage der Ampel-Koalition angekündigt. Laut Jun gehört Dreyer zu den populärsten Ministerpräsidenten und -innen in Deutschland. «Die SPD ist gut damit gefahren, den Wahlkampf sehr stark zu personalisieren und ganz auf sie als Zugpferd zu setzen. Das war sicherlich der zentrale Baustein, um das doch recht gute Ergebnis für die SPD zu erklären.» Die SPD hatte die Wahl am Sonntag klar gewonnen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.