Zahl der tödlichen Badeunfälle in Rheinland-Pfalz gestiegen – Alle Opfer männlich

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Foto: dpa-Archiv

LEHMEN/BERLIN. Die Zahl der Badetoten in Rheinland-Pfalz ist gestiegen: Im vorigen Jahr kamen insgesamt 16 Menschen bei Badeunfällen ums Leben, sieben mehr als 2019, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag in Berlin mitteilte.

Damals lag die Zahl der Badetoten mit neun allerdings auf dem niedrigsten Wert in Rheinland-Pfalz seit Beginn der statistischen Aufzeichnung vor mehr als zwei Jahrzehnten.

Laut DLRG-Angaben starben 2020 sechs Personen in Flüssen, neun in Seen und Teichen sowie eine Person in einem nicht näher bestimmten Gewässer. Alle Opfer waren männlich. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe zwischen 16 und 20 Jahren mit fünf Badetoten. 15 Menschen kamen zwischen Mai und September in rheinland-pfälzischen Gewässern um. Ein Mann ertrank im Januar.

Rheinland-Pfalz liegt damit gegenläufig zum Bundestrend: Insgesamt starben im Jahr 2020 in Deutschland 378 Menschen. Im Jahr zuvor lag die Zahl der Badetoten noch bei 417.

Mit Blick auf das Corona-Jahr 2020 wies DLRG-Präsident Achim Haag am Dienstag darauf hin, dass im vergangenen Jahr weniger junge Menschen schwimmen lernten. Allerdings habe diese Entwicklung bereits zuvor begonnen. Die Anstrengungen müssten deutlich intensiviert werden, um marode Bäder zu sanieren und Schulunterricht sicherzustellen, so Haag. Laut DLRG ist abnehmende Schwimmfertigkeit bei Kindern eine der Ursachen für tödliche Badeunfälle.

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