Wann werden Sportanlagen wieder geöffnet? Sportbund fordert Unterstützung von Städten und Kommunen

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Symbolbild; dpa

REGION. Der Sportbund Rheinland appelliert an seine 3100 Vereine, jede Möglichkeit der Sportaufnahme im Rahmen der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes zu nutzen. „Die jüngsten Beschlüsse der Ministerpräsidenten-Runde mit der Bundeskanzlerin ermöglichen es derzeit, den Trainings- und Übungsbetrieb im Freien wieder aufzunehmen. Extrem wichtig war uns, dass Kinder wieder in Bewegung gebracht werden können. Sie leiden am meisten unter der Pandemie“, sagt SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke. „Für den Sport im Freien sind in allen Regionen, die eine Inzidenz unter 50 haben, unsere Vorstellungen mehr als erfüllt worden. So können Menschen in 10er Gruppen mit Kontaktverbot trainieren, Kinder sogar in Gruppen mit bis zu 20 Trainierenden“, erläutert Weinitschke die jüngsten Beschlüsse.

Auch den Mannschaften und Gruppen aus dem Hallensport wird ein Neustart ermöglicht, wenn auch nicht im gewohnten Umfeld. „Die Aufteilung des Trainingsraumes für die einzelnen Sportarten im Freien erfordert Absprachen und gegenseitige Rücksichtnahme“, sagt Weinitschke.

In dem Prozess der Wiederaufnahme des Sportbetriebes komme den Kommunen die entscheidende Rolle zu. Die Landräte und Bürgermeister fordert SBR-Präsidentin Monika Sauer auf, die Vereine nach besten Kräften zu unterstützen und die Sportanlagen im Freien zu öffnen. Es dürfe nicht wieder zu einer Situation wie nach dem ersten Lockdown kommen. Viele Kommunen waren damals überfordert und zögerten mit der Öffnung ihrer Sportstätten“, sagt Sauer.

Um dies zu vermeiden, sei nun Zusammenarbeit angesagt. „Hier gibt es keinen Königsweg. Es muss vor Ort entschieden werden, was für den Sport in seiner Gesamtheit machbar ist.“ Wegen des uneinheitlichen Infektionsgeschehens befinde sich der Sport im Rheinland weiterhin in einer prekären Situation. „Niemand kann genau sagen, wohin die Reise gehen wird.“ An die Vereine appelliert Sauer nicht abzuwarten, sondern ihre Anliegen kundzutun und ihre Forderungen gegenüber den Kommunen zu vertreten „Ich bin mir sicher, dass hier viele individuelle Lösungen gefunden werden können. Wir müssen, aber auch damit leben, dass diese wieder zurückgenommen werden, wenn die entsprechenden Inzidenzwerte überschritten werden“, sagt Sauer.

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