Bundespolizei kontrolliert: Verschärfte Einreiseregeln für französisches Gebiet Moselle

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Sebastian Kahnert (dpa)

Mit der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als sogenanntes Virusvariantengebiet seit Dienstag gelten strengere Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Menschen aus dem Département müssen künftig bei der Einreise in das angrenzende Rheinland-Pfalz und Saarland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend. Dies gilt auch für Pendler.

Die Bundespolizei kontrolliert die verschärfte Testpflicht stichprobenartig im Grenzgebiet an die Region Moselle in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Grenzkontrollen auf der Grenzlinie wird es nicht geben. «Wir bleiben weiterhin in dieser verstärkten intensivierten Fahndung und Überwachung, also sprich in der Schleierfahndung wie gehabt», sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion in Trier.

Diese Schleierfahndung finde jeden Tag statt. Der Regierungssprecher im Saarland, Alexander Zeyer, sagte zu den angekündigten Kontrollen der Bundespolizei im Umfeld der Grenze: «Wir setzen als Landesregierung darauf, dass unsere Bundespolizei in Saarbrücken mit dem in Nicht-Corona-Zeiten gewohnten Fingerspitzengefühl vorgeht.»

Eine «intensivierte Grenzschleierfahndung» gebe es auch im Grenzgebiet zu Luxemburg und zu Belgien, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Luxemburg und Belgien sind vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft.

Am Grenzübergang Goldene Bremm bei Saarbrücken sollte am Dienstag ein deutsch-französisches Testzentrum in Betrieb gehen. Betreiber sind deutsche und französische Kommunen vor Ort und das Saarland. Wer sich im Testzentrum untersuchen lassen wolle, solle vorher online einen Termin vereinbaren, hieß es aus dem Europaministerium in Saarbrücken. Täglich pendeln rund 16 000 Pendler von Moselle ins Saarland.

Angesichts der verschärften Einreiseregeln aus Moselle ist der grenzüberschreitende öffentliche Personennahverkehr zum Saarland am Dienstag ausgesetzt

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