Kameradin vergewaltigt: Haftstrafen für Bundeswehrsoldaten

0
Foto: dpa-Archiv

BAD KREUZNACH. Wegen der Vergewaltigung einer Kameradin hat das Landgericht in Bad Kreuznach zwei 26 und 30 Jahre alte Bundeswehrsoldaten zu Haftstrafen von jeweils drei Jahren verurteilt.

Der jüngere Soldat wurde am Mittwoch außerdem wegen Körperverletzung verurteilt, weil er die Frau während der Vergewaltigung in den Hals gebissen haben soll, wie es in der Urteilsbegründung hieß. Nach Überzeugung der Richter sollen die beiden Männer die Soldatin in der Kaserne in Baumholder vergewaltigt haben.

Die Tat hatte sich laut Anklage im März 2018 bei einer Einsatzvorbereitung für Soldaten und Reservisten der Bundeswehr ereignet. Das Opfer soll an jenem Tag abends für die Getränke- und Essensausgabe zuständig gewesen sein. Als die Frau dann nach Mitternacht zu ihrem Zimmer ging, seien die Männer ihr gefolgt und hätten sich dann dort „gemeinschaftlich handelnd“ an der Frau vergangen. Die Soldatin aus Zweibrücken hatte sich knapp drei Monate nach der Tat einer Bekannten anvertraut und dann Anzeige erstattet.

Aus Sicht der Richter hatte die Glaubwürdigkeit der beiden nun verurteilten Soldaten während des Prozesses aufgrund ihrer widersprüchlichen Aussagen gelitten. So hätten sie zunächst behauptet, es habe keinen Geschlechtsverkehr gegeben, später hätten sie behauptet, es sei zu einvernehmlichem Sex gekommen. Im Gegensatz dazu seien die Aussagen der Bundeswehrsoldatin stets gleichlautend und stimmig gewesen, wie ein Sprecher des Landgerichts sagte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.