Missbrauchsvorwürfe Bistum Trier: Ergebnisse zu eingeleiteten (kirchenrechtlichen) Verfahren

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Foto: dpa-Archiv

TRIER. Ein Vorwurf des sexuelles Missbrauchs gegen einen katholischen Priester aus dem Raum Merzig im Saarland hat sich nach Angaben des Bistums Trier als unbegründet herausgestellt. Eine entsprechende kirchenrechtliche Voruntersuchung gegen den Pfarrer sei daher abgeschlossen, teilte das Bistum Trier am Montag mit. Ein Verfahren der Staatsanwaltschaft war bereits im August 2020 eingestellt worden. Der Pfarrer ist im Dienst. Er sei zwischenzeitlich nicht beurlaubt worden, sagte eine Sprecherin.

2020 seien im Bistum Trier zudem zwei weitere Voruntersuchungen abgeschlossen worden. Gegen einen Geistlichen im Ruhestand aus dem Bistum sei das Ergebnis nach Rom gemeldet worden, sagte die Sprecherin. Bis zu einer Rückmeldung aus Rom gebe es keine näheren Angaben.

Im zweiten Verfahren, das den Vorwurf eines versuchten sexuellen Missbrauchs zum Gegenstand hatte, sei man zum Ergebnis gekommen, dass disziplinarrechtliche Konsequenzen angemessen seien, hieß es vom Bistum. Der Pfarrer sei mittlerweile in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Er dürfe erst wieder seinen priesterlichen Dienst ausüben, wenn er eine Therapie gemacht habe.

Seit 2010 bis Ende 2020 wurden im Bistum Trier 138 Anträge auf finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids bewilligt und insgesamt 640 500 Euro ausgezahlt. Das Geld stammt nicht aus Kirchensteuermittel, sondern aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls. Zudem wurden Therapiekosten übernommen. Das Bistum Trier zählt gut 1,3 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

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