Elektroschocker für alle Streifen – jetzt folgen auch Autobahnpolizei und Kripo

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Symbolbild von einem entzündeten Taser.
Ein entzündeter Taser (Symbolbild)

MAINZ. Alle Streifenwagen der Polizei in Rheinland-Pfalz können in wenigen Wochen mit einem Taser ausgestattet werden.

«Dieses neue Einsatzmittel hat sich bewährt und zeigt meist schon durch den angedrohten Einsatz die erhoffte Wirkung, um gefährliche Situation zu deeskalieren», sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag in Mainz. Damit sei bereits Gewalt gegen Polizisten verhindert und ein unmittelbarer präventiver Effekt erreicht worden. Rund 400 Distanzelektroimpulsgeräte (DEIG) des Typs «X2» seien beschafft worden. Mit der laufenden dritten Lieferung könnten auch die wenigen noch fehlenden Einsatz-Funkstreifenwagen aller 72 Polizeiinspektionen und 10 Wachen bestückt werden.

Die Streifenwagen der acht Polizeiautobahnstationen sollen nach einer Schulung auch die Elektroschockpistolen bekommen. Die Ausstattung der Kriminalpolizei sei auch noch in diesem Jahr geplant. Dazu werde zunächst ein dreimonatiges Pilotprojekt bei der Kriminaldirektion in Mainz gestartet. «Mit dem Einsatz des DEIG bei der Kriminalpolizei wäre Rheinland-Pfalz erneut in einer Vorreiterrolle», sagte Lewentz.

Mehr als 2500 Polizisten seien im Umgang mit den Tasern ausgebildet worden. Die Elektroschockpistolen sind nach einem einjährigen Pilotprojekt seit November 2018 als Einsatzmittel für den Streifendienst freigegeben. Im ersten Halbjahr 2020 wurden die Taser in 187 Fällen eingesetzt. Bei den meisten dieser Einsätze reichte die Androhung des Einsatzes.

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