Der Frühling steht in den Startlöchern – Frösche gehen bald auf Wanderung

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Ein Bergmolch, wie er auch bei uns zu finden ist (Foto: SGD Nord)

REGION. Die Kältewelle ist vorbei und die ersten Kraniche kommen aus dem Süden zurück. Dies ist zudem ein Zeichen dafür, dass bald auch die frühlaichenden Amphibienarten ihre Winterquartiere verlassen und auf Wanderschaft gehen. Zu diesen Arten gehören beispielsweise die Erdkröte oder auch der Grasfrosch. Sie nutzen meist den Schutz der Nacht und machen sich in Massenwanderungen auf den Weg zu den Laichgewässern. Auch die in Rheinland-Pfalz beheimateten vier Molcharten sowie der Feuersalamander werden ihnen sehr bald folgen.

Auf ihrem Weg müssen die Tiere in unserem dicht besiedelten Raum oft Straßen überqueren. Wenn man berücksichtigt, dass wandernde Erdkröten für das Überqueren einer normalgroßen Straße bis zu 15 Minuten benötigen, wird selbst bei einer geringen Verkehrsdichte deutlich, dass der Weg zu den Gewässern lebensgefährlich für sie ist. Daher bittet die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Obere Naturschutzbehörde alle Autofahrer, in den nächsten Wochen besonders aufmerksam zu sein.

„Wir rufen nicht nur zur Achtsamkeit für unsere stark gefährdeten heimischen Amphibien auf, sondern wir schützen sie auch in vielfältiger Weise. Neben der Förderung des ehrenamtlichen Amphibienschutzes werden zum Beispiel im Rahmen von Artenschutzprojekten unterschiedliche Schutzmaßnahmen ergriffen. Auch in diesem Jahr werden wieder Maßnahmen eines mehrjährigen Amphibienschutzprojektes im Westerwald umgesetzt“, betont SGD-Nord-Präsident Uwe Hüser.

Die SGD Nord will Autofahrer – wie bereits erwähnt – dementsprechend sensibilisieren und bittet sie, die entsprechenden Hinweisschilder zu beachten. Wo es gefahrlos möglich ist, können Autofahrer schon durch eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit zum Überleben der Tiere beitragen. Optimal wäre natürlich das Ausweichen auf alternative Fahrstrecken.

Neben den Verlusten durch das Überfahren, konkret durch das Überrollen mit den Reifen, sterben viele Tiere auch durch einen Unterdruck, der technisch bedingt im normalen Fahrbetrieb unter den Autos entsteht und für die Tiere auch bei vorsichtiger Fahrweise leider oft tödliche Folgen hat. Schon Fahrgeschwindigkeiten ab circa 30 km/h reichen aus, um bei den Amphibien durch den unter dem Auto auftretenden Unterdruck schwerste innere Verletzungen wie die Zerstörung der inneren Organe, Knochenbrüche oder dergleichen hervorzurufen. Dazu muss es also nicht zu einer Berührung mit dem Autoreifen kommen.

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