Mit rund 400 Einsatzkräften: Ermittlungen gegen Unternehmer wegen Schwarzarbeit

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Foto: dpa-Archiv

KOBLENZ. Mit rund 400 Einsatzkräften haben Zoll und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mehr als 30 Wohnungen und Geschäftsräume in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland durchsucht.

Die Ermittlungen richten sich gegen einen 51-Jährigen, der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von mehr als einer Million Euro hinterzogen haben soll, wie das Hauptzollamt Koblenz mitteilte. Gegen 16 Verdächtige im Alter von 21 bis 73 Jahren werde wegen Beihilfe ermittelt. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten den Angaben zufolge umfangreiches Beweismaterial sicher. Auch ein Bargeldspürhund war im Einsatz.

Der 51-Jährige betreibt demnach ein Unternehmen im Sicherheitsgewerbe in Rheinhessen. Der Mann soll Rechnungen von Servicefirmen für nie geleistete Arbeiten bezahlt und die Beträge abzüglich Provision in bar zurückerhalten haben. Mit diesem Geld soll er nicht oder nicht ordnungsgemäß angemeldete Beschäftigte entlohnt haben.

Zu den 16 weiteren Tatverdächtigen zählen Mitarbeiter des 51-Jährigen sowie die Geschäftsführer der Servicefirmen, die ihn unterstützt haben sollen. Drei der insgesamt 17 Tatverdächtigen, darunter der 51-Jährige, befinden sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

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