Businessinteressen kontra Denkmalpflege – Spielhallen in denkmalgeschützten Gebäuden

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Oftmals lassen sich die geschäftlichen Interessen von Immobilienbesitzern, deren Gebäude unter Denkmalschutz stehen, nur schwer mit den Richtlinien der Denkmalpflege vereinbaren. Gerade in Städten mit flächendeckenden Baudenkmälern wie Trier oder Wittlich sind in historisch wertvollen Gebäuden auch Gewerbebetriebe untergebracht. Bekleidungsgeschäfte, Parfümerien und Gastronomiebetriebe machen eine Altstadt attraktiv und sorgen für eine zeitgemäße Nutzung von denkmalgeschützten Gebäuden. Natürlich sind Makler und Projektentwickler daran interessiert, dass sie möglichst gut zahlende Mieter für das Erdgeschoss eines Hauses akquirieren.

Spielhalle und Baudenkmal – Passt das?

Spielhallenbetreiber haben es besonders schwer, in einer denkmalgeschützten Immobilie unterzukommen, vor allem wenn die Stadt oder die Gemeinde Inhaber der Immobilie ist. Bei den Stadtvätern sind Spielhallen in denkmalgeschützten Gebäuden verpönt. Spielhallen ziehen Kunden oft durch auffällige Leuchtreklame an. Das wird bei Baudenkmälern als unpassend empfunden. Deshalb gehen Städte und Gemeinden manchmal ungewöhnliche Wege, um Spielhallen in denkmalgeschützten Gebäuden zu verhindern, wie das Beispiel der Stadt Gaildorf zeigt. Gaildorf ist eine Stadt am Fluss Kocher im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Der Gaildorfer Gemeinderat hatte im kurzerhand beschlossen, den Bahnhof Gaildorf West bei einer Auktion der DB Netz AG zu ersteigern. Motivation dafür waren die Befürchtungen, dass eine weitere Spielhalle in das denkmalgeschützte Gebäude einzieht.

Kann das Internet Abhilfe schaffen?

Auch in der Glücksspielbranche geht der Trend hin zum Onlinegeschäft und weg von Präsenzgeschäften. Große Onlinegame-Portale bieten neben den aus den Spielhallen bekannten Spielautomaten der Marken Merkur und Novomatic weitere Online Spiele namhafter anderer Unternehmen wie Microgaming, NetEnt oder Play’n Go. Dem Link folgend finden Sie eine Übersicht der besten Play‘n Go Spiele sowie weitere Informationen über die besten Entwickler von Online Spielen. In Online Casinos können Spieler ihren Spieltrieb auch mit virtuellem Geld befriedigen. Sollte es zu einem Suchtverhalten kommen, hat das dann zumindest keine finanziellen Nöte zur Folge. Allerdings besteht die Gefahr, dass Spieler im Internet an unseriöse Anbieter geraten. Deshalb ist hier besonders Vorsicht geboten. Das Internet hat aber auch für dieses Problem eine Lösung parat. Vergleichsportale testen jeden Anbieter von Glücksspielen auf Herz und Nieren und machen die Testergebnisse auf ihren Webseiten öffentlich. So können sich die User ihre bevorzugte Online-Spielhalle oder Online-Casino nach den für sie wichtigen Kriterien selbst aussuchen. Die folgende Tabelle vergleicht die Spielbedingungen in Spielhallen an lokalen Standorten und im Internet.

Spielhallensituation in Trier

Die Spielhallenentwicklung in Trier war seit Beginn der 2000er Jahre von Wachstum geprägt. Es entstanden immer mehr Standorte. Mit dem Spielhallengesetz nahm diese Entwicklung ab 2017 ein Ende. Viele Betreiber mussten schließen. In den letzten zwei Jahren waren allerdings wieder verstärkt Anfragen zu verzeichnen. Dabei waren kleine Spielhallen für bestehende, oft leerstehende Ladenlokale genauso gefragt wie die Errichtung neuer Immobilien, um Mehrfachspielhallen (Entertainment Center) mit mehreren Konzessionen zu betreiben. Der Stadtrat war bestrebt, die Spielhallen aus der Innenstadt fernzuhalten und bevorzugte vermehrt Standorte an den Ortseinfallstraßen oder in Gewerbegebieten. Diese Entwicklung wird u. a. auf die Novellierung der Spielverordnung die 2017 in Kraft getreten ist, zurückgeführt. Der Automatenwirtschaft wurden dafür Zugeständnisse gemacht, damit Spielhallenbetreiber eine höhere Gestaltungsfreiheit für Geldspielgeräte haben.

Weitere bundesweite Beispiele für den Kampf gegen Spielhallen in Baudenkmälern

Aufgrund der schlechten Reputation des Geschäftsmodells Spielhalle haben es Spielhallenbetreiber auch anderswo schwer, gerade in denkmalgeschützten Gebäuden unterzukommen. Hier einige Beispiele dafür:

– Stadt Gescher im westlichen Münsterland im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen: der Plan einer Familie, in ihrem ehemaligen Haushaltswarengeschäft eine Spielhalle einzurichten, scheiterte mit der Begründung, dass das sensible städtebauliche Umfeld mit direkt angrenzenden denkmalgeschützten Gebäuden im unmittelbaren Umfeld eine Befürwortung nicht zulasse.

– Stuttgart-Untertürkheim: 2010 lehnten sich Handels- und Gewerbetreibende sowie die Bürger Untertürkheims gegen die Flut von Spielhallen im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude und im Nachbargebäude auf und baten sogar den damaligen OB Schuster um Unterstützung. Da bei der Aufstellung der Vergnügungsstättensatzung Bahnhöfe ausgespart wurden, konnten zwei Spielhallen rechtlich nicht verhindert werden, da zwei Spielsalons vor Gericht noch nicht als Häufung gelten.

– Peterzell, Ortsteil der Stadt St. Georgen im Schwarzwald: Im denkmalgeschützten alten Peterzeller Bahnhof musste dem Bauantrag eines Spielhallenbetreibers stattgegeben werden, da laut Landratsamt rein baurechtlich nichts gegen diese Umnutzung spreche. Als letztes Mittel blieb den Stadtvätern nur die Erteilung der Auflage, dass die Werbung für die Spielhalle denkmalgerecht gestaltet wird.

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