10-Einwohner-Ort in der Eifel: In der kleinsten Gemeinde ist die Wahlbeteiligung hoch

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Ortsbürgermeister Roderich von Greve-Dierfeld (parteilos) lehnt sich ans Ortsschild Dierfeld. Foto: Harald Tittel/dpa (Foto: dpa)

DIERFELD. Dierfeld im Kreis Bernkastel-Wittlich ist mit zehn Einwohnern nicht nur die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz.

In der Mini-Kommune liegt zudem die Wahlbeteiligung ganz besonders hoch: „Wir haben meistens um die 90 Prozent und oft sogar auch 100 Prozent“, sagte Ortsbürgermeister Roderich von Greve-Dierfeld (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Zu der Gemeinde mit großen Hofgut und Gartenbaubetrieb gehören 14 Hektar Gemeindewald plus 180 Hektar Privatwald mit Schmuckgrün- und Gehölzkulturen.

Das Gut liegt idyllisch zwischen Wäldern und Feldern. Neben dem Wohnhaus gibt es eine historische Kapelle, einen Spiegelsaal, Parkanlagen, Unterkünfte und Stallungen. Die Einwohner gehören zur Familie oder sind Mitarbeiter, die dort arbeiten. Das Landgut war im 16. Jahrhundert als Jagdschloss der Grafen von Manderscheid errichtet worden. Es wurde immer wieder verpachtet – bis es Anfang des 20. Jahrhunderts die Familie von Greve erwarb. Laut Statistik vom Herbst 2020 ist Dierfeld auch bundesweit mit die kleinste Gemeinde überhaupt, gleichauf mit der Hallig Gröde in Schleswig-Holstein.

Zur Landtagswahl am 14. März hat sich Dierfeld mit der nahegelegenen kleinen Stadt Manderscheid zu einem Stimmbezirk zusammengetan. „Das ist für uns einfacher“, sagte von Greve-Dierfeld (40). Die Dierfelder könnten am Tag der Wahl zur Stimmabgabe an der Urne zum Kurhaus nach Manderscheid fahren. „Ich vermute, dass aber viele Briefwahl machen werden“, sagte der Ortsbürgermeister, der am dem Tag als Wahlhelfer vor Ort ist. Alle zehn Einwohner seien wahlberechtigt.

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