Wenn wieder Impfstoff da ist: Rheinland-Pfalz plant Spitzentreffen zu Impfungen im Land

2
Andreas Arnold

Nach dem bundesweiten «Impfgipfel» plant die Landesregierung in Mainz auch ein Spitzentreffen zu den weiteren Impfungen in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) unterrichtete am Mittwoch den Ältestenrat des Landtags über den «Impfgipfel» vom Montag und sagte, es werde gemeinsame Beratungen mit Kommunen, Impfkoordinatoren und der Kassenärztlichen Vereinigung geben, sobald ab März klar sei, mit welchen Impfstoff-Liefermengen im zweiten Quartal gerechnet werden könne. In dieser Runde sollten die großen logistischen Herausforderungen bei der erwarteten starken Zunahme von Impfungen ab April besprochen werden.

Von den Beratungen des «Impfgipfels» berichtete Dreyer den Mitgliedern des Ältestenrats, Biontech und andere Impfstoff-Hersteller könnten nur das liefern, was sie produzierten. «Keiner produziert auf Vorrat, es wird produziert und ausgeliefert.» Biontech habe deutlich gemacht, dass die Beschaffung von Rohstoffen für die Impfstoff-Produktion problematisch sei. Hier werde das Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit der EU überlegen, wie der Bezug von Rohstoffen beschleunigt werden könne.

«Unser Ziel ist, dass bis Ende Februar 200 000 Menschen die erste und 140 000 die zweite Impfung erhalten haben», sagte Dreyer. «Alle die eine erste Impfung bekommen haben, erhalten auch die zweite.» In Rheinland-Pfalz gebe es insgesamt rund 400 000 Menschen in der ersten Gruppe der Priorisierung aufgrund von besonderen beruflichen Aufgaben oder Alter, unter ihnen 200 000 Senioren über 80. Bis Dienstag haben rund 143 000 Menschen die erste und 23 500 die zweite Impfung erhalten.

«Der Impfstoffzug rollt in Rheinland-Pfalz», sagte Dreyer, «auch wenn er aufgrund der Minderlieferungen keine neue Fahrt aufnehmen konnte». Bisher haben 3,5 Prozent der Menschen in Rheinland-Pfalz ihre erste Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Damit gehört das Bundesland zu den Spitzenreitern in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,4 Prozent.

2 KOMMENTARE

  1. In Mecklenburg Vorpommern dürfen Hausärzte sogar Impfungen vornehmen. Andere Frage, wo bleiben denn die verschickten Berechtigungsscheine für die FFP2 Masken? Herr Streeck ist zwar anderer Meinung bzgl. dieser Masken, aber irgendwie muss man die ja schließlich an den Mann bringen.

  2. Keine Berechtigungsscheine, da die 2 EUR Eigenanteil korrekt verrechnet und gebucht werden müssen, ein unlösbares Problem für unsere Bürokratie.
    Ich zahle jeden Monat 350 EUR an die Krankenkasse laut Lohnabrechnung. Mein Chef legt für mich nochmal 350 EUR dazu, die Krankenkasse bekommt also 700 EUR monatlich. Und jetzt gibt es einmalig ein paar Masken im Wert von 10 EUR gratis. DANKE SPAHN, DANKE MERKEL. Als nächstes werdet ihr wohl Babydoktoren.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.