Saubere Energie aus der Region: Neue Photovoltaikanlage an der Mosel

0
Die rund 6100 Solarmodule sollen jährlich rund zwei Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. Damit können knapp 600 Musterhaushalte versorgt werden. Foto: SWT

PÖLICH. In Pölich an der Mosel ist eine neue Freiflächen-Photovoltaikanlage der Stadtwerke in Betrieb gegangen. Das teilte die Stadt Trier heute mit.

Die CO2-Einsparungen durch regional erzeugte saubere Energie sind immens. Seit Mitte Januar erzeugen rund 6100 Solarmodule oberhalb von Pölich regenerative Energie. Die Stadtwerke haben die Anlage gebaut und rechnen mit einem jährlichen Ertrag von zwei Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Damit sparen sie ungefähr 1000 Tonnen CO2 gegenüber einer konventionellen Stromproduktion mit Kohlestrom ein und können 570 Musterhaushalte versorgen

Ursprünglich sollte die Anlage bereits 2019 in Betrieb gehen. Da sich die Rahmenbedingungen vor Ort jedoch mehrfach änderten, mussten die SWT die Anlage überplanen und den neuen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen anpassen. Um die technischen Betriebsdaten in ihr Leitsystem zu übertragen und eine Überwachung rund um die Uhr sicherzustellen, haben die SWT eine Internetverbindung über Satellit aufgebaut. „Mittlerweile verfügen Satelliten-Internetverbindungen über ähnliche Geschwindigkeiten, wie wir es von Standardverbindungen kennen. Deshalb sind sie gerade im ländlichen Raum eine tolle Alternative“, erklärt Gunnar Kreusel (SWT trilan).

Insgesamt haben die Stadtwerke in den letzten zwölf Monaten rund 7,4 Millionen Euro in 17 neue Erzeugungsanlagen investiert. Mit einer Gesamtleistung von rund zehn Megawatt erzeugen sie voraussichtlich mehr als zehn Millionen Kilowattstunden saubere Energie. Den Strom aus der PV-Anlage Pölich können Interessierte direkt kaufen. Denn die SWT haben als einer der ersten deutschen Energieversorger die Zertifizierung für Regionalnachweise durchlaufen. Wer sich also für den Tarif Römerstrom Regio entscheidet, bezieht seine Energie garantiert aus heimischen Anlagen wie etwa Pölich. Auch wenn die Sonne nicht ausreichend Energie liefert, werden die Kunden ausschließlich mit regional erzeugtem Strom versorgt. In diesem Fall springen die SWT-Blockheizkraftwerke ein, die mit Bio-Erdgas aus der Eifel betrieben werden.

Vorheriger ArtikelHahn: „Reich der Mitte“ wiegelt ab: Haupteigentümer nicht pleite
Nächster ArtikelVerurteilter Ex-Finanzminister muss Darlehen für Verteidigung zurückzahlen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.