Corona: Übersterblichkeit im letzten Quartal 2020 in Rheinland-Pfalz

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Foto: dpa-Archiv

BAD EMS. Corona erhöht die Todeszahlen: 2020 sind mehr Rheinland-Pfälzer als je zuvor in einem Jahr gestorben.

Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Dienstag mitteilte, starben 2020 nach einer Auswertung vorläufiger Zahlen 49 085 Bürger mit Hauptwohnsitz in Rheinland-Pfalz. Ursächlich war den Angaben zufolge „die dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie vor allem Ende des vierten Quartals, nachdem die Zahl der Verstorbenen im ersten Halbjahr noch unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen hatte“. Insgesamt gibt es fast 4,1 Millionen Rheinland-Pfälzer.

Die Zahl der Sterbefälle fiel in vier der zwölf Monate 2020 niedriger aus als im Mittel der Jahre 2016 bis 2019. Das galt für die ersten drei Monate 2020, die von einem recht milden Winter geprägt waren und in denen Corona noch nicht so viele Todesfälle verursachte. Hinzu kam der milde Sommermonat Juli, in dem vergleichsweise wenige Rheinland-Pfälzer infolge von Hitze gestorben sein dürften, wie das Statistische Landesamt weiter mitteilte.

Dagegen lag die Zahl der Sterbefälle vor allem im November (plus 10 Prozent) und Dezember (plus 29 Prozent) deutlich über dem mehrjährigen Durchschnitt – wohl vor allem wegen der zweiten Welle der Corona-Pandemie, die nach den Angaben „kräftiger zuschlug als die erste Welle im vergangenen Frühjahr“. Somit kam es im vierten Quartal 2020 im Zusammenhang mit der Seuche zu einer Übersterblichkeit. Der Anstieg der Sterbefallzahlen im Jahr 2020 gehe vor allem auf die Gruppe der 80-Jährigen und Älteren zurück, die ein höheres Risiko hatten mit einer Corona-Infektion zu sterben, hieß es.

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