Love is in the air: „Huu-hu-huhuhuhuuuuu“ – Frühlingsgefühle beim Waldkauz

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Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

MAINZ. Liebe geht durch den Wald: In diesen Wochen macht sich fast überall in Rheinland-Pfalz der Waldkauz mit seinen Balzrufen bemerkbar. «Dem Waldkauz geht es gut», sagt der Vogelexperte der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), Christian Dietzen. Zwar gebe es für die Bestandsentwicklung der Art keine verlässlichen Daten, «aber in jedem Wald sitzt ein Waldkauz». Auch Stadtbewohner kennen die Rufe der Waldkäuze aus Parkanlagen mit alten Bäumen.

Januar und Februar sind die Monate mit der höchsten Rufaktivität. Zusammen mit dem Uhu ist der etwa 40 Zentimeter große Waldkauz diejenige Vogelart, die am frühesten Frühlingsgefühle entwickelt. Das Männchen ruft durchdringend ein weit zu hörendes «Huu-hu-huhuhuhuuuuu», wie es die Produzenten von Gruselfilmen lieben. Das Weibchen antwortet etwas rauer und kürzer mit einem schrillen «Ku-witt». Mit ihrem Gesang weisen die männlichen Vögel einem Weibchen den Weg zu einer geeigneten Bruthöhle.

«Jetzt nimmt es wieder Fahrt auf», sagt Dietzen. «Das intensive Rufen wird sich noch steigern.» Je nach Region und Höhenlage werden dann Ende Februar die Nester und Bruthöhlen bezogen. Pro Gelege werden etwa drei bis vier Jungvögel aufgezogen. Die Eier werden vom Weibchen ausgebrütet, das Männchen kommt nur zur Nahrungsübergabe vorbei.

Die von Dietzen mitverfasste vierbändige «Vogelwelt von Rheinland-Pfalz» schätzt die Zahl der Waldkauz-Reviere auf 3000 bis 6000 – nur im waldarmen Rheinhessen ist die Eulenart kaum vertreten. Die Entwicklung der Bestandsgröße sei wahrscheinlich abhängig von der Verfügbarkeit von Mäusen, der bevorzugten Nahrung, erklärt Dietzen. «In guten Mäusejahren profitiert der Waldkauz von der reich verfügbaren Nahrung.»

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