Vor einem Jahr: 120 China-Rückkehrer mussten in der Pfalz in Quarantäne – ein Rückblick

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Foto: dpa-Archiv

RLP. Ein Jahr nach der Corona-Quarantäne von mehr als 120 China-Rückkehrern in Rheinland-Pfalz hat Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die damalige Geduld aller Beteiligten gelobt. In den rund 14 Tagen in der Bundeswehrkaserne in Germersheim hätten Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen besonders im Vordergrund gestanden, um eine Ansteckung zu vermeiden, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Das hat sowohl von den Rückkehrerinnen und Rückkehrern als auch von den Helferinnen und Helfern des Deutschen Roten Kreuzes viel Disziplin erfordert.»

Vor allem galt es, viel zu erklären und zu informieren, sagte Bätzing-Lichtenthäler. «Denn zu diesem Zeitpunkt entsprachen die Maßnahmen noch nicht so unserem gelebten Alltag, wie es heute der Fall ist.» Sie erinnere sich an den Beginn und die Unterbringung der Rückkehrer aus Wuhan noch sehr deutlich. «Die spätere weltweite Ausweitung und die weitreichende Dimension der Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen war damals nicht vorstellbar.»

Am 1. Februar 2020 hatte eine Sondermaschine der Bundeswehr mehr als 120 Deutsche und ihre Angehörigen aus der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt gebracht. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland acht bekannte Corona-Infektionen, die alle im Zusammenhang mit einer Firma in Bayern standen. Mit der Ankunft der Rückkehrer geriet die Pandemie allerdings stärker in den Blickpunkt der deutschen Öffentlichkeit. Am 16. Februar hoben die Behörden die Isolation für die Männer, Frauen und Kinder in der Kaserne auf.

© dpa-infocom

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