Steg, Ponton und Halle: Neuer Bootsanleger für Trierer Feuerwehr

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Foto: Presseamt Trier

TRIER. Die Trierer Feuerwehr bekommt für ihre Rettungs- und Feuerlöschboote einen neuen Anleger: Bei Flusskilometer 192,26, dort wo früher auf Höhe der Einmündung Töpferstraße das Boot der Wasserschutzpolizei am Pacelliufer lag, hat eine Spezialfirma am Montag, 18. Januar einen neuen Steg mit Ponton und Halle montiert.

Knapp 30 Tonnen wiegt die Gesamtkonstruktion, die von einem Unternehmen aus Andernach gefertigt und dann vormontiert mit einem Transportschiff an Ort und Stelle gebracht wurde. Der alte, sanierungsbedürftige Bootsanleger am Barbaraufer hat damit ausgedient.

„Am neuen Ponton können wasserseitig zwei Rettungsboote oder das Löschboot Petrus anlegen“, erklärt Torsten Petry, der das Projekt bei der Trierer Berufsfeuerwehr betreut. Wichtige Neuerung: Auf dem 16 mal 6,21 Meter großen und 18 Tonnen schweren Ponton ist eine kleine Halle. Petry: „In der Halle kann ein Rettungsboot der Größe 2 geschützt anlegen, in der Halle ist auch eine Bootshebeanlage.“ Die Halle selbst ist mit einem Wassertor versehen, 10 mal 4,61 Meter groß und wiegt 3,5 Tonnen. Die Halle soll helfen, die Wasserfahrzeuge auch bei Wind und Wetter besser einsatzbereit zu halten. „Wasser und Schnee auf dem Boot verzögern bei dem alten, offenen Anleger extrem die Rüstzeiten des Bootes, mit dem neuen Anleger sind wir auch im Winter jederzeit in kürzester Zeit einsatzbereit“, erklärt Petry, warum eine Überdachung kein Luxus ist. Ein Nebeneffekt: Die Halle schützt nicht nur vor Wind und Wetter, sondern auch vor Vandalismus. „In der Vergangenheit wurden unser Boot und unser Anleger öfter mal von Feiernden als Partyinsel missbraucht“, weiß Petry. Wer künftig auf die Idee kommt, das zu tun, muss damit rechnen, dass dies nicht unbeobachtet bleibt. Die Anlage ist videoüberwacht, die Bilder werden in die ständig besetzte Leitstelle übertragen.

Ein Fortschritt ist auch der neue Standort des Anlegers. „Unser bisheriger Bootsanleger am Barbaraufer musste alle fünf Jahre von einer Spezialfirma aufwändig ausgebaggert und freigelegt werden“, sagt Petry. Der Grund: Rund 50 Meter flussaufwärts mündet der Altbach in die Mosel. Vom Bach mitgeführter Sand und Schlamm bildete immer wieder Sandbänke, auf denen der Bootsanleger dann auflag. „Das Problem haben wir am neuen Standort nicht mehr“, sagt Petry. Auch einsatztaktisch ist der neue Standort nach Angaben Petrys gut geeignet: „Wir können auch von hier die Hilfsfrist im Haupteinsatzgebiet im Kernstadtbereich und vor allem an der Römer- und Kaiser-Wilhelm Brücke sehr gut abdecken.“

Ein Detail dürfte vor allem die jeweils diensthabenden Feuerwehrleute in der Wache am Barbaraufer freuen: Der neue Bootsanleger mit dem 30 Meter langen und 1,30 Meter breiten Steg passt sich den stark schwankenden Wasserständen an der Mosel automatisch an. Bisher musste die jeweils diensttuende Wachabteilung zeitaufwändig den alten Anleger vor Ort kontrollieren und gegebenenfalls mit Winden justieren. Dafür müssen die Feuerwehrleute jeweils das stark befahrene Barbaraufer überqueren, bei stark steigenden oder fallenden Wasserpegeln geschah das mehrmals täglich. Das entfällt jetzt und das ist auch aus einem anderen Grund sinnvoll, erläutert Petry: „Das hätten wir spätestens nach einem Umzug der Feuerwache 1 sowieso nicht mehr gewährleisten können, die neue Anlage ist auch in dieser Beziehung zukunftssicher.“

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