Andrang im Hunsrück: Polizei rüstet sich für Wochenende

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Foto: dpa-Archiv

THALFANG/WESTERBURG. Trotz des Endes der Weihnachtsferien vieler Arbeitnehmer rechnen Behörden und Polizei weiterhin mit großem Andrang in den rheinland-pfälzischen Wintersportgebieten.

Zahlreiche Zufahrtsstraßen bleiben vorerst gesperrt. Nächstes Wochenende wird mancherorts wieder mit einem großen Ansturm gerechnet, obwohl die Lifte coronabedingt stillstehen. Ein Polizeisprecher in Westerburg im Westerwald sagte am Montag: «Wir schauen, dass wir zusätzliche Kräfte von der Bereitschaftspolizei bekommen.» Unter anderem die weiter bestehenden Straßensperrungen müssten überwacht werden.

Wildes Parken und Verstöße gegen Corona-Regeln sollten vermieden werden. Beim Salzburger Kopf und bei der Fuchskaute habe es in den vergangenen Tagen große Probleme mit Falschparkern gegeben. Schilder von Absperrungen seien weggeräumt worden, Ausflügler seien auch verbotenerweise über Feldwege zu ihren Zielen gefahren. Zwar sei es am Montag ruhiger gewesen. Es könne aber gut sein, «dass nächstes Wochenende der Andrang wieder größer und die Vernunft kleiner wird», ergänzte der Westerburger Polizeisprecher. Der Deutsche Wetterdienst sagte auch für die kommenden Tage Schneefälle voraus.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm teilte mit, die Zufahrten zu den Wintersportgebieten Schwarzer Mann und Wolfsschlucht blieben vorerst bis zum 10. Januar voll gesperrt. Nach wie vor seien Verstöße gegen Corona-Beschränkungen zu erwarten.

Am höchsten Berg von Rheinland-Pfalz, dem Erbeskopf (816 Meter) im Hunsrück, wurde die Sperrung der Zufahrtsstraße L 164 zwar laut Polizei am Montag aufgehoben. Der Betriebsleiter des dortigen Wintersportzentrums, Klaus Hepp, sprach auch von vorerst weniger Andrang. Am nächsten Wochenende könnte aber womöglich nicht nur die L 164, sondern auch der Parkplatz des Erbeskopfs gesperrt werden, weil die Gefahr von Schneebruch bei Bäumen wachse: «Der nasse Schnee ist schwer. Er schmilzt nicht und neuer kommt dazu.»

2 KOMMENTARE

  1. Es ist schon frech und unverschämt, Schilder zu entfernen. Schade, daß man die dreisten Menschen nicht erwischt hat. Es ist überall, wo Schnee ist, genug Platz mit Abstand da. Man kann nicht verstehen, warum es die Leute nicht schaffen, sich mit ein wenig Nachdenken an die Regeln zu halten. Keine Erziehung, kein Respekt, wie immer.

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