Hubig: Längerer Fernunterricht in zweiter Januarhälfte an Schulen denkbar

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die Schulen in Rheinland-Pfalz müssen sich bei einer weiterhin schnellen Ausbreitung der Corona-Pandemie auf einen längeren Fernunterricht einstellen als bislang geplant. 

«Wenn die Infektionszahlen nach dem 15.1. hoch bleiben, muss grundsätzlich auch der Fernunterricht fortgesetzt werden», sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag in einer digitalen Sondersitzung des Bildungsausschusses. Ziel bleibe es aber, vor allem in den unteren Jahrgängen und den Abschlussklassen schnell wieder in den Präsenzunterricht an den Schulen zu gelangen.

«Alle weiteren Schritte werden maßgeblich von der Entwicklung des Infektionsgeschehens bestimmt sein», sagte Hubig. Mit den drei Szenarien Präsenzunterricht, Wechselunterricht, Fernunterricht gebe es eine grundsätzliche Planungssicherheit für die Schulen. Angesichts der unberechenbaren Entwicklung der Pandemie sei es aber notwendig, flexibel zu reagieren und bei Bedarf nachzusteuern.

«Auch im Kita-Bereich haben wir ein Konzept und einen Plan», sagte Hubig mit Blick auf wiederholte Kritik der CDU, dass es kein langfristiges Konzept zur Bildungspolitik in der Corona-Krise gebe. Für Kinder, deren Eltern aufgrund ihres Arbeitsplatzes keine andere Betreuungsmöglichkeit hätten, müsse die Kita weiter geöffnet bleiben. «Wir sehen, dass dieser Bedarf besteht und deswegen ist es gut und richtig, dass wir es so gemacht haben.» Alle Bundesländer seien im Moment in der gleichen Situation und hätten deswegen mehrheitlich ähnliche Regelungen getroffen.

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anke Beilstein, warf Hubig «Beratungsresistenz, Ignoranz gegenüber Erkenntnissen der Wissenschaft, dieses ständige Schleifenlassen» vor. Auf Sicht zu fahren, sei «absolut unverantwortlich». Beilstein fügte hinzu: «Hier war kein echtes Krisenmanagement da und erst recht nichts, was in die weitere Zukunft hineinträgt». Hubig wies die Vorwürfe zurück und wandte sich entschieden gegen «persönliche Angriffe und persönliche Unterstellungen».

2 KOMMENTARE

  1. Meine Tochter hätte lieber 3 oder 4 Wochen weniger Sommerferien als im Januar in einem kalten Klassenzimmer zu sitzen, wo eh nur alle krank werden weil es drinnen kälter ist als draußen weil dauergelüftet wird….und nein es gibt Schulen wo kranke Jugendliche nicht nach hause geschickt werden…sondern weiter in die schule gehen und somit auch andere natürlich anstecken mit was???einer harmlosen Erkältung oder doch covid??? Es gibt Schulen und Ämter denen das alles egal ist (vielleicht wegen überforderung)…. Es gibt in den Schulen keine wirkliche hygienischen Verbesserungen und die Busse mit denen man morgens fahren muss sind noch nie desinfiziert geschweige denn sauber gemacht worden. Also kein Wunder wenn es nicht besser wird.

  2. „Meine Tochter hätte lieber 3 oder 4 Wochen weniger Sommerferien“
    Ist das tatsächlich der Wunsch Ihrer Tochter? Oder doch eher Ihr eigener?
    Ich, damals jung, hätte die Sommerferien jedenfalls gegen nichts eingetauscht.
    😉

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