Unterstützen, entlasten und informieren: Rheinland-pfälzische Familienkarte vor dem Start

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Symbolbild; Arne Dedert (dpa)

Sie bietet Vergünstigungen, aber auch Informationen für die ganze Familie: Die rheinland-pfälzische Familienkarte geht Anfang kommenden Jahres in zunächst zwei Modellregionen an den Start: in der Stadt Ludwigshafen und im Kreis Kaiserslautern. «Wenn sich die Familienkarte bewährt – und daran zweifle ich nicht – wollen wir sie ab dem Jahr 2022 landesweit einführen», kündigte die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) am Montag in Mainz an. «Mit der Familienkarte wollen wir Familien unterstützen, entlasten und informieren.»

Um die Karte und neue Webseite www.familienkarte.rlp.de freizuschalten, wolle man den aktuellen Lockdown möglichst noch abwarten. «Wir beabsichtigen aber in jedem Fall, im Laufe des Januars an den Start zu gehen», sagte Spiegel. Derzeit gebe es bereits 195 Kooperationspartner mit 255 Angeboten für die beiden Modellregionen. Als Beispiele nannte sie Workshops zu den Themen Bienen und Bäume, ein digitales Labor für Kinder oder vergünstigte Artikel im Waldladen. Zudem seien Dutzende Vereine, Einrichtungen und Kontakte über die Karte «gelistet». Und: Es würden immer mehr.

Die Familienkarte im Scheckkartenformat solle alle Informationen bündeln, die Familien im Alltag benötigten und zu einer zentralen Informationsplattform werden. «Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit den Kommunen, Trägern und Einrichtungen», sagte die Ministerin. Zudem wolle die Karte Anreize für nachhaltiges Verhalten schaffen. «Sie wird Vergünstigungen enthalten, soll aber trotzdem keine reine Konsumkarte sein», sagte Spiegel. Im Jahr 2021 sollten zwei weitere Modellregionen dazukommen.

In der Startphase werden dem Ministerium zufolge 350 000 Euro investiert. Für das landesweite Angebot ab 2022 seien jährlich rund 1,5 Millionen Euro eingeplant. Die Familienkarte sei ein neuer «Meilenstein» im Rahmen der Initiative «Familie – ein starkes Stück» des Ministeriums.

Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) sagte, sie sehe in der Familienkarte eine weitere Möglichkeit und Ergänzung für alle Ludwigshafener und Rheinland-Pfälzer Familien. Landrat Ralf Leßmeister (CDU) sagte: «Als Landrat freue ich mich, dass der Landkreis Kaiserslautern die Chance hat, im ländlichen Raum von Anfang an dieses Projekt als Pilot-Kommune begleiten zu können.»

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