Chef der Kassenärzte: Brauchen ein robustes Impfmarketing

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Foto: dpa-Archiv

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, fordert konkrete Anreize für die erwarteten Corona-Impfungen.

«Wir brauchen ein robustes Impfmarketing: Wer gegen Corona geimpft ist, muss dadurch Vorteile haben», sagte er der Koblenzer «Rhein-Zeitung» (Freitag). «Ein Geimpfter muss die Möglichkeit haben, ohne Beschränkungen ins Theater zu gehen. Oder er muss ohne Test ins Ausland reisen und ohne Quarantäne wieder einreisen können.»

Ohne solche Anreize werden sich nach Einschätzung von Heinz viele Menschen nicht gegen Corona impfen lassen. «Das ist keine Impfpflicht durch die Hintertür», betonte er. «Die Entscheidung, nur einen Geimpften in ein Theater zu lassen, ist vernünftig. Das ist keine Freiheit, die man den anderen aus Willkür nicht gewährt, sondern aus rein sachlichen Gründen.» Dokumentiert werden könne die zweifache Corona-Impfung im Impfausweis. Es gebe eine riesige Bereitschaft unter den Ärzten, bei der geplanten Impfaktion mitzumachen, sagte Heinz. (dpa)

2 KOMMENTARE

  1. Laut Hr. Spahn gibt es keine Impfpflicht! Dann hätte man die Jahre zuvor ohne Grippeimpfung auch keinen ins Theater lassen dürfen etc.. Klar, das viele Kassenärzte sich bereit erklären, die Impfungen durchzuführen, ist ja ggf. eine Igelleistung, was den Impfstoff selbst angeht.

  2. Der gute Herr widerspricht sich selbst. Wenn man eine Marketing Strategie benötigt, dann ist das natürlich eine Impfpflicht durch die Hintertür. Dann werden unsere Gerichte wieder mächtig viel zu tun haben. Ich glaube nämlich nicht, dass das verfassungsrechtlich kompatibel ist. Und das zu Recht. Schon erstaunlich wie die kommerziellen Blüten jetzt wieder austreiben. Marketing passt einfach auch nicht wirklich zu Ethik und Menschenfreund, in heutiger Zeit weniger denn je.

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