++ Halloween 2020 insgesamt ruhig – „Getarnte Hochzeitsfeier“ muss aufgelöst werden ++

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Foto: dpa-Archiv

Die Menschen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sich in der Nacht zum Sonntag überwiegend an die Corona-Regelungen gehalten. Die Nacht sei insgesamt ruhig verlaufen, es sei aber zu einzelnen Verstößen gekommen, teilten die zuständigen Dienststellen am Sonntag mit. So wurden mehrere Partys aufgelöst.

So wurde im saarländischen Sulzbach nach Angaben der Polizei am frühen Abend eine private Hochzeitsfeier mit etwa 70 Personen aufgelöst. Der Veranstalter hatte die Feier demnach offenbar unter Behauptung falscher Tatsachen als öffentliche Veranstaltung angemeldet. Da sich gegen die Einsatzkräfte aus Sulzbach eine aggressive Stimmung entwickelt habe, seien Einsatzkräfte aus dem gesamten Saarland angefordert worden. Die Lage habe sich entspannt und die Feier sei aufgelöst worden.

In Birkenfeld wurde eine Geburtstagsfeier mit 17 Personen «im Einvernehmen mit dem Geburtstagskind» beendet, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In Trier musste eine Ansammlung von Jugendlichen im Freien aufgelöst werden. Die Einsatzkräfte in Kaiserslautern registrierten im Stadtgebiet mehrere Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Menschen reagierten laut Angaben der Beamten allerdings sehr verständnisvoll, so dass es zu keinen weiteren Problemen kam. In Mainz und Worms habe die Polizei zwei Gaststätten aufgrund der Missachtung der Corona-Regelungen schließen müssen.

Partys oder größere Streiche aufgrund von Halloween waren bei den Dienststellen nicht bekannt. «Halloween ist bei uns mehr oder weniger komplett ausgefallen», sagte ein Polizeisprecher in Kaiserslautern. In Koblenz seien zwar «ein paar Eier geflogen», wie eine Sprecherin mitteilte, die Lage sei aber im Rahmen geblieben.

Vor dem Inkrafttreten der strengeren Corona-Regeln am Montag hatten Politiker und Behörden an die Bevölkerung appelliert, sich an die aktuellen Maßnahmen zu halten. Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Freitag angekündigt, die Kontrolldichte der Polizei zu erhöhen. Unter anderem in Mainz und Ludwigshafen hatten die Behörden mehr Präsenz angekündigt.

Am vergangenen Mittwoch hatten die Länderchefs gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen. Ab Montag dürfen sich bundesweit nur noch Angehörige von höchstens zwei Hausständen treffen, insgesamt maximal zehn Menschen. Gastronomie, Bars, Kneipen, Theater, Kinos oder Opernhäuser müssen ab Montag schließen.

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