Vor Beratungen der Länderchefs: Baldauf gegen zu starke Einschränkungen für Gastronomie

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Einen Tag vor Beratungen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich CDU-Fraktionschef Christian Baldauf gegen drastische Einschränkungen für Gaststätten und Hotels gewandt.

In einem Brief bat er die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Mitteilung vom Dienstag, «auf eine Regelung hinzuwirken, die sicherstellt, dass Gesundheitsschutz und Überlebensfähigkeit von Gastronomie und Hotellerie in Einklang gebracht werden».

«Kontaktreduzierungen an der richtigen Stelle seien sicherlich unverzichtbar», erklärte Baldauf mit Blick auf die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen. Zugleich müsse aber alles vermieden werden, was zu weiterer Verunsicherung führe. Baldauf erklärte, er sei «der festen Überzeugung, dass niemandem damit gedient ist, wenn die Nutzung gastronomischer Angebote unverhältnismäßig eingeschränkt wird». Wenn Menschen «aus dem mit klar strukturierten, professionellen Hygiene- und Abstandsregeln versehenen gastronomischen Bereich in den nicht kontrollierbaren privaten Bereich» gedrängt würden, steige hingegen die Infektionsgefahr.

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Rheinland-Pfalz (Dehoga) appellierte an Dreyer, weitere Beschränkungen für das stark gebeutelte Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz zu verhindern. «Das Gastgewerbe ist mit seinen Gaststätten und Hotels weder Pandemietreiber noch Infektionsherd», sagte Präsident Gereon Haumann.

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