Förderung: Land gibt sechs Millionen Euro für Lüftungsgeräte in Schulen

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Stefanie Hubig (SPD), Ministerin für Bildung in Rheinland-Pfalz, trägt einen Mundschutz. Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen will die rheinland-pfälzische Landesregierung Lüftungsgeräte für Schulen mit bis zu sechs Millionen Euro fördern. Darauf hat sich das Kabinett am Dienstag in Mainz verständigt, wie das Bildungsministerium mitteilte. „Das Lüften der Klassenräume bleibt – neben der Einhaltung der AHA-Regeln – das A und O“, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

„Auf frische Luft in den Klassenzimmern kann auch in der kälteren Jahreszeit nicht verzichtet werden.“ Die Grüne-Landtagsfraktion forderte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf, das Programm dringend zu erweitern.

Hubig sagte, für wichtige, aber nicht zu lüftende Unterrichtsräume könnten mobile Lüftungsgeräte eine Lösung sein. Das hatte das Umweltbundesamt Ende vergangener Woche empfohlen. Schulträger können jetzt mobile Luftreinigungsgeräte anschaffen. „Voraussetzung dafür ist, dass die Fenster nicht zu ertüchtigen sind und die jeweiligen Räume für den Unterricht gebraucht werden.“

Die Bildungsministerin sagte: „Das ist eine weitere Maßnahme, damit wir in der Corona-Pandemie gut über den Herbst und Winter kommen. Denn Schule ist und bleibt zentral.“ Das Verfahren und die Möglichkeiten, das Geld abzurufen, würden mit den Kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt.

Grünen-Fraktionschef Bernhard Braun sagte: „Wir brauchen eine schnelle, zielgerichtete und bedarfsorientierte Versorgung mit solchen Geräten, um das Ansteckungsrisiko für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zu reduzieren und den Bildungsbetrieb auch im Winter und trotz steigender Infektionszahlen weiter aufrechterhalten zu können.“

Eine solche Ausstattung müsse aber hauptsächlich vom Bund bezahlt werden, forderte Braun. „Das gerade in Kraft getretene 500-Millionen-Euro-Programm der Bundesregierung zur Aufrüstung bestehender, stationärer Klima- und Belüftungsanlagen muss unbedingt auf mobile Anlagen erweitert werden, denn es beinhaltet bislang keine Versorgung mit mobilen Filtergeräten, obwohl diese viel flexibler, bedarfsgerechter und vor allem wesentlich schneller einsatzbereit sind.“

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