Trier: Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht „ihre“ Polizeiinspektion

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Foto: Polizeiinspektion Trier

TRIER. Es war ihr Wunsch und ihre Initiative – die Ministerpräsidentin hat gestern die Polizeiinspektion (PI) Trier in ihren neuen Diensträumen besucht, um mit den dortigen Mitarbeitern*innen ins Gespräch zu kommen. Dies tut sie seit Jahren immer wieder, sind es doch die Polizist*innen aus Trier, die sich um die Sicherheit an ihrem Wohnort, dem Trierer Schammatdorf, kümmern.

Um 9.30 Uhr begrüßte Polizeipräsident (PP) Rudolf Berg die Ministerpräsidentin, den sie begleitenden Oberbürgermeister der Stadt Trier, Wolfram Leibe, sowie die 20 Beamt*innen der Polizeiinspektion, zunächst mit Mund-Nasen-Maske und anschließend im coronagerecht aufgestellten Stuhlkreis. „Ich freue mich und es ist mir eine Ehre, Sie zum jetzigen Zeitpunkt hier begrüßen zu können, da die Polizei in vielerlei Hinsicht im öffentlichem Fokus und in der öffentlichen Diskussion steht“, gestand Berg dem hohen politischen Besuch.

Polizeidirektor Dietmar Braun, Dienststellenleiter der PI, schloss sich den Grüßen an und fasste sich bewusst kurz bei der Darstellung der Dienststellenstruktur. Mit einem Einblick in die Einsatzlage nur des vorausgegangenen Wochenendes machte er deutlich, wie die groß die täglichen Herausforderungen an seine Mitarbeiter*innen sind.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer bedankte sich für die Begrüßung und die einführenden Worte, besonders jedoch stellvertretend bei den Polizist*innen in der Runde: „Mir ist es ein Herzensanliegen, mich bei Ihnen für Ihre Arbeit persönlich zu bedanken“, richtete sie das Wort an die Anwesenden.

Die Ministerpräsidentin zeigte sich erfreut darüber, dass die Polizeiinspektion und hiernach weitere Polizeieinheiten nun endlich am neuen großen Polizeistandort in der Kürenzer Straße zusammenarbeiten können.

An die überwiegend jungen Polizist*innen gerichtet sagte sie, dass der Generationswechsel bei der rheinland-pfälzischen Polizei eine der großen Aufgaben und nahezu bewältigt sei. Es würden zurzeit mehr junge Menschen eingestellt als Beamt*innen in den Ruhestand verabschiedet. Sie sei überzeugt davon, dass die jungen Polizist*innen an der Hochschule der Polizei hervorragend ausgebildet und auf die großen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft vorbereitet würden. „Uns ist klar, dass Sie alle mittendrin stehen, den Ärger abbekommen und auch mit Ihrer Gesundheit für den Schutz unserer Demokratie einstehen. Seien Sie versichert, dass die gesamte Landesregierung hinter Ihnen steht und höchstes Vertrauen in Ihre Arbeit hat“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Dies bestätigte Oberbürgermeister Leibe aus Sicht der Stadt Trier. Auch er bedankte sich für die hervorragend gute Zusammenarbeit, insbesondere mit seinem Kommunalen Vollzugsdienst. „Wir stellen uns gemeinsam den schweren Aufgaben, die uns und besonders den Bürger*innen durch die Corona-Pandemie auferlegt sind. Und das machen wir gut“, so Leibe.

Im Folgenden entwickelte sich ein reger Austausch zu den Themen Generationswechsel in der Polizei, der nicht nur positive Aspekte mit sich bringe. Corona, der Umgang mit der diesbezüglichen Rechtslage, Akzeptanzprobleme seitens der insbesondere jüngeren Bevölkerung und der damit einhergehende schwere Stand der Beamt*innen in Kontrollsituationen wurden genau so offen angesprochen wie die Problematik der Rassismus- und Racial-Profiling-Vorwürfe. Hier sehen sich die Beamt*innen vermehrt pauschalen und ungerechtfertigten Vorwürfen ausgesetzt. Ein Aspekt, der den täglichen Dienst zusätzlich erschwere.

PP Berg stellte sich schützend vor seine Mitarbeiter*innen. Neben der fundierten Ausbildung stünden er, seine Führungskräfte und seine Mitarbeiter*innen für die demokratischen Werte unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt arbeiteten Menschen aus 19 verschiedenen Nationalitäten im Polizeipräsidium Trier.

Einige Anregungen und Verbesserungsvorschläge gaben die Anwesenden ihrer Ministerpräsidentin mit auf den Nachhauseweg, die ihrerseits zusicherte, die Themen in Mainz anzusprechen.

Dass der längst geplante Besuch heute in den neuen Diensträumen in der Kürenzer Straße 3 stattfinden konnte, war eine willkommene Zugabe für die Landeschefin. Dienststellenleiter Dietmar Braun zeigte den Gästen u. a. das Herzstück seiner neuen Dienststelle – die Wache. Ministerpräsidentin Dreyer war gleichermaßen erfreut wie beeindruckt über den gelungenen Neustart der Polizeiinspektion am Trierer Hauptbahnhof.

3 KOMMENTARE

  1. Tja eine rührselige Märchenstunde. Liebe Polizisten. Ihr bekommt tagtäglich mit was hierzulande schiefläuft, u.a. verschuldet von dieser Frau. Erinnert Euch einfach daran dass Euch lfd. Rassismus unterstellt wird, z.B. beim Vorgehen gegen Plùnderungen durch die Partyszene.

    Gab es fùr die Teilnahme keinen Erschwerniszuschlag?

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