Offizielle Eröffnung: Medizincampus Trier beginnt mit acht Studenten

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Symbolbild; Foto: dpa (Patrick Pleul)

Der Ärztemangel in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und der Fachgewerkschaft Marburger Bund in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Die Eröffnung des Medizincampus in Trier sei als ein Beitrag gegen den Mangel in der Fläche positiv, reiche aber bei weitem nicht aus, sagten KV-Sprecher Rainer Saurwein und der Sprecher des Marburger Bundes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz, Michael Helmkamp, der Deutschen Presse-Agentur.

Nur acht Medizinstudenten haben sich in diesem Wintersemester für ihr zehntes Fachsemester und ein anschließendes Praktisches Jahr in Trier entschieden, 30 Plätze hätte es gegeben, wie das Wissenschaftsministerium in Mainz mitteilte. In einem Jahr soll auch das neunte Fachsemester in Trier absolviert werden können, insgesamt gibt es dann 60 Plätze. Die Landesregierung investiere für den Medizincampus mehr als 15 Millionen Euro, hieß es.

Allein in Rheinland-Pfalz fehlten mindestens 230 Medizinstudienplätze – das Bundesland sei im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich ausgestattet, kritisierte die KV. «Dies bedeutet einen Wettbewerbsnachteil in der Anwerbung von jungen Medizinern.» Zudem brauche ein Medizinstudent in der Regel etwa zwölf Jahre.

«Wir stärken die Ausbildung in der Medizin, indem wir die Ausbildung unserer Nachwuchsärztinnen und -ärzte in die Fläche tragen», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zur offiziellen Eröffnung am Dienstag in Trier. (dpa)

1 KOMMENTAR

  1. Naja, in einer öden Stadt wie Trier wer will da schon studieren.
    Trotz permanenter Durchhalteparolen von Grinsemariechen. Trier ist eine Rentner- und Viezopastadt.

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