Achtung Plakativ! Pro und Contra – muss ein verkaufsoffener Sonntag aktuell wirklich sein?

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Symbolbild; dpa

TRIER. Zwei Originale, zwei Meinungen. Der verkaufsoffene Sonntag und die beschlossene Maskenpflicht sorgen für reichlich Diskussionen! Jupp de Knupp (Contra) und Heinz den Hautz (pro) setzen sich in ihrer gewohnt direkten Art mit dem Thema aufeinander!

CONTRA: Konsequente Inkonsequenz: Verkaufsoffener Sonntag – ein falsches Signal

„Bitte bleiben sie wenn möglich zu Hause und verzichten sie auf unnötige Reisen und Ausflüge“ – Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte am vergangenen Samstag noch einmal an die Bevölkerung. Auf Familienfeiern und nicht nötige Ausflüge solle, soweit möglich, aktuell verzichtet werden. Nicht so in Trier: Hier wird zum fröhlichen „Sonntags-Shoppen“ eingeladen.

Werden in benachbarten Landkreisen diese Art von Veranstaltungen zurecht abgesagt, reagiert Trier kurzerhand und verordnet eine Maskenpflicht im gesamten Innenstadtbereich. – Aktionismus vom Allerfeinsten – Ist das Gedränge an den letzten Wochenenden in der Innenstadt doch fast so groß wie der Stau im Stadtgebiet an einem normalen Wochentag – Maskenpflicht hier, Fehlanzeige.

Konsequente Inkonsequenz! Willkommen in der Stadt, in der Bürger an Bushaltestellen ermahnt werden ihren Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gleichzeitig aber ausschweifende Partys in Diskotheken geduldet werden. St. Martinszüge abgesagt werden müssen – „Geldeinbringende Kommerztage“ aber stattfinden können. Eine Stadt in deren direkter Nachbarschaft Alarmstufen Rot herrschen und insbesondere daher die Einladung zum verkaufsoffenen Sonntag ein falsches Signal ist.

Na dann frohes Shoppen!

Euer „Jupp de Knupp“

PRO: Traditionen bewahren: Kompromisslösungen in Pandemie-Zeiten sind ein gutes Signal

„Mantelsonntag“ schon in Kindertagen ließ das Wort meine Augen erstrahlen. Ab ins „Städtschie“ mit der Familie und eindecken für die anstehenden kalten Wintertage.

Zugegeben: Schwierige Zeiten erfordern schwierige Maßnahmen – aber sollte deshalb gänzlich auf die Tradition verzichtet werden? Ist es nicht richtig, auch in den aktuellen Zeiten zu versuchen, das gesellschaftliche Leben, wenn auch unter Einschränkungen, zu ermöglichen?

Ich bin froh, dass Organisatoren und Stadt hier ihr Bestes geben und versucht wird, auch in Pandemie-Zeiten Kompromisslösungen zu finden – die Maskenpflicht ist eine solche .

Niemand wird gezwungen den verkaufsoffenen Sonntag zu besuchen und jeder Bürger kann selbst entscheiden ob er an diesem Tag die Innenstadt besucht. Das ein solcher jedoch angeboten wird und die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hierzu haben, ist durchweg positiv zu bewerten – und das nicht nur für den bereits arg gebeutelten Einzelhandel und die Gastronomie in unserer Stadt .

Bis Sonntag,

euer Heinz den Hautz!

9 KOMMENTARE

  1. Aufschlussreich ist die Inkonsequenz der Verantwortlichen. Gehen wir einmal davon aus, dass wir es mit einer schwerwiegenden Pandemie zu tun haben. Das erzählen uns ja alle politisch Verantwortlichen, z.B. unsere Landesfürstin.

    Unabhängig davon, dass die WHO jetzt sagt, dass die WHO („Weltgesundheitsorganisation“) die Metastudie von Stanford-Professor John Ioannidis zitiert. Ioannidis gilt als einer der weltweit anerkanntesten Epidemiologen. Fazit: Grippe ist fünfmal tödlicher als Corona!

    Unabhängig davon dass in Deutschland nur knapp 600 Leute wegen Corona in stationärer Behandlung sind. Bei einer Bevölkerung von über 82 Millionen.

    Infektionssterblichkeit über 51 Standorte: 0,23 Prozent
    Weniger als 118 Todesfällen pro 1 Million Menschen: 0,09 Prozent
    118 bis 500 Todesfälle pro 1 Million Menschen: 0,20 Prozent
    Bevölkerungsgruppen unter 70 Jahren, 0,05 Prozent.

    Was macht nun unsere Stadtverwaltung, die ja an diese Gefahr glaubt, bzw. die Bevölkerung auch gerne verängstigt.? Trotz dieser „Lebensgefahr“ wird ein Ramschsonntag veranstaltet, mit dem entsprechenden Zulauf an Menschen. Für mich liegt die Schlussfolgerung nahe, dass sich unsere Entscheidungsträger sich einmal auf ihre Hirnfunktion untersuchen lassen sollten.

    • Ich unterstelle, dass „unsere“ Entscheidungsträger insgeheim um die tatsächliche Interpretation der Zahlen längst Bescheid wissen, mit der Konsequenz, dass die Zeit naht Rechenschaft ablegen zu müssen.

  2. Warum muss man diesen Verkaufsoffenen Sonntag machen, während die anderen abgesagt wurden? Und die Tatsache das die Einzelhändler und Gastronomen das brauchen ist Schwachsinn. Grade im Einzelhandel fallen noch mehr Lohnkosten, Stromkosten ect. an, die man sich sparen könnte. Die Leute stürmen Sonntags in die Stadt, dafür gibt es anderen Tagen weniger Umsatz. Und ich muss den Leuten recht geben, bei allem anderen wird gebrüllt das man jegliche Kontakte vermeiden solle, das Osterfest durften wir nicht mit unseren Familien verbringen, aber Hauptsache die Sonntagsöffnung an gewissen Daten findet statt.

    Ein Hoch auf diese Inkonsequenz !!!

  3. Es geht nur um die Kohle, und nicht um die Gesundheit der Mitmenschen. Die Verkäufer sind die Leid tragenden und werden nicht mehr gefragt.Sie hatten schon das ganze Jahr nur Stress.

  4. Ich frage mich was das soll, die bei dem ersten Lockdown schon arbeiten mussten, werden wieder Bestraft, muß das sein, kann man den Verkäufer/innen mal ne Pause gönnen, wer den offenen Sonntag unterstützt sollte man in den A… treten !!!

  5. Carlos
    Wer jetzt einen verkaufsoffenen Sonntag besucht bzw. diesen genehmigt
    musss mit der Nähmaschine geimpft sein.
    Und das sind eine ganze Menge…

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