Neuer Medizincampus in Trier soll helfen Ärztemangel zu lindern

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Andreas Arnold (dpa)

Der Ärztemangel in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Fachgewerkschaft Marburger Bund weiter verschärfen. Der neue Medizincampus in Trier sei begrüßenswert, weil die Studierenden Umfragen zufolge am liebsten in ihrer Heimat und in der Nähe ihrer Universität blieben, sagte der Sprecher des Marburger Bundes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz, Michael Helmkamp.

Insofern helfe die einzige medizinische Ausbildungsstätte im Land außerhalb von Mainz gegen den Ärztemangel in der Fläche. Ausreichend sei dies aber noch nicht. Rheinland-Pfalz müsse noch mehr Mediziner ausbilden und die Studienplätze finanziell gut ausstatten. «Dafür müsste mehr Geld in die Hand genommen werden», forderte der Sprecher des Berufsverbands der angestellten und beamteten Ärzte.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) eröffnen heute den Medizincampus bei einer Feierstunde in Trier. An der Außenstelle der Universitätsmedizin Mainz können von diesem Wintersemester an zunächst bis zu 30 Studierende aus Mainz ihr zehntes Fachsemester und anschließend ihr Praktisches Jahr absolvieren. 2021 soll auch das neunte Fachsemester in Trier möglich sein.

Für das Projekt Medizincampus Trier stellt die Landesregierung nach früheren Angaben aufwachsend bis zum Jahr 2025 bis zu acht Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Im laufenden Haushaltsjahr 2020 fließen demnach knapp 1,9 Millionen Euro. (dpa)

2 KOMMENTARE

  1. Ganz Deutschland wollte aufs Gymnasium und dann auf die Uni. Zu wenige Studierende wollten Kernkraftwerks-Professor werden, zu wenige Dr. Agraringenieur in der Gülle, zu wenige später promoviert als Bauingenieur auf ner Bohrinsel leben, zu wenige wollten Kassenarzt werden.
    Sie sind Politiker geworden, Beamte, NGO-Mitarbeiter oder irgendwas mit Medien. Daher haben wir jetzt zu viele Bürokraten und Dramaturgen, sie ‚verdienen‘ viel Geld und hohe Pensionen. Für das Geld kriegen sie aber immer weniger zu kaufen, weil immer weniger Leute noch etwas produzieren, für das man -freiwillig- Geld bezahlt. Geld wird langsam wertlos, aber ohne Währung keine Arbeitsteilung im Volke. Also frohes Verhungern, liebe Bürokraten und Dramaturgen, und eine angenehme Verwesung.

  2. Das Hauptproblem: Während Menschen die in der freien Wirtschaft tätig sind, erhebliche Finanzeinbussen hinnehmen müssen, trifft das auf die Verwaltungen u.s.w. nicht zu.

    Beispiel Stadttheater. Diese subventionierten „Staatskünstler“ machen nichts, kriegen aber fast die volle Kohle. Diese Leute finden die Einschränkungen durchaus akzeptabel. Noch!

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