Trier: Graffitis machen auf neues Gewerbegebiet aufmerksam – wie geht es weiter?

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Graffiti-Künstler Karl Berg (r.) zeigt Dezernent Thomas Schmitt (l.), Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz (2. v. l.), OB Wolfram Leibe (4. v. l.), Projektleiter Alexander Fisch (2. v. r.) und Vertretern der Feuerwehren die Graffitis auf dem ehemaligen Kasernengelände, bevor die meisten Gebäude abgerissen werden. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Auf dem Gelände der ehemaligen General-von-Seidel-Kaserne (GvS) in Trier-Euren tut sich etwas: Künstler von Paris bis Trier haben im Auftrag der Stadt die alten Gebäude mit auffälligen Graffitis besprüht. Dies berichtet die Stadt Trier in einer aktuellen Mitteilung. In der kommenden Sitzung soll der Stadtrat die weitere Entwicklung des Geländes beschließen, die den Abriss der Gebäude zur Folge hat.

OB Wolfram Leibe und Projektleiter Alexander Fisch erklärten bei einem Ortstermin die Aktion. Die Graffitis sollen als Marketinginstrument die Aufmerksamkeit auf das Gelände erhöhen und zum anderen lokalen und regionalen Künstlern eine Unterstützung und eine Fläche bieten. Karl Berg, dessen Trierer Agentur UrbanDrips die Umsetzung der Graffitis übernahm, berichtete, dass ein Projekt in dieser Größenordnung in Deutschland recht selten sei. An der Umsetzung waren auch viele international bekannte Künstler aus der Großregion beteiligt. Den baldigen Abriss der meisten Gebäude im Winter nimmt er gelassen: „Das war klar, wir werden aber bis zum letzten Tag hier sprayen, die Bagger können ja nicht überall gleichzeitig sein.“ Es soll geprüft werden, ob einige der Kunstwerke erhalten bleiben können.

Die rund zehneinhalb Hektar große Konversionsfläche der ehemaligen Kaserne soll unter Mitwirkung der Stadtwerke zu einem nachhaltigen, CO2- neutralen Gewerbepark entwickelt werden, der eine Kombination aus Dienstleistungsangeboten und Handwerksbetrieben verbunden mit einer hohen Aufenthaltsqualität bietet. Der Flächennutzungsplan 2030 sieht einen Bedarf von rund 50 Hektar für neue Gewerbeflächen vor, für Leibe ist das neue Gebiet deshalb ein Schritt in die richtige Richtung.

Auf dem zukünftigen Gewerbegebiet soll außerdem ein Feuerwehrgerätehaus für die Löschzüge Euren und Zewen gebaut werden, in das auch die Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik und Einheiten des Katastrophenschutzes einziehen. Olaf Backes von der Berufsfeuerwehr erklärt die Idee dahinter: „Es ist eine Investition für die Sicherheit der Menschen, denn die Löschzüge werden gestärkt und die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte erhöht.“ Laut Feuerwehr-Dezernent Thomas Schmitt wurden die Aufenthalts- und Funktionsbereiche der beiden Löschzüge so konzipiert, dass es eine gewisse Trennung der Feuerwehren gibt und so die Eigenständigkeit als „Ortsverein Feuerwehr“ gegeben bleibt. Der Einzug in das neue Feuerwehrhaus ist für 2022 geplant.

Eurens Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz betont die gute Lage des Standorts, auch im Hinblick auf die parallel verlaufenden Schienen der geplanten Weststrecke. Der Grundsatzbeschluss zur weiteren Entwicklung des Geländes soll am 6. Oktober im Stadtrat getroffen werden. Die Ansiedlung von ersten Betrieben ist 2023 vorgesehen.

10 KOMMENTARE

  1. Ein weiterer Fall fürs Schwarzbuch der Steuerzahler.
    Die Summe für die Marketingaktion ohne Zweck dürfte sich auf ca 5stellig belaufen.
    Wofür?
    Industrie und Gewerbe siedeln sich nicht an weil am zukünftigen Standort alte Gebäude mit Graphitis verschönert werden, also was soll der Käse?
    Manche der Graphitis sind in der Tat nicht schlecht, andere von minderer Qualität, aber dafür muss man kein Steuergeld ausgeben, vor allem nicht in einer Pleitestadt wie Trier.
    Ggf. könnte die Polizei mal die Graphitis abfotographieren, ob sich der Graphiti-Fingerabdruck eines Trierer Schmierfinken darunter befindet.

    • was los? hast du Angst, dass dein Hartz IV nicht mehr pünktlich überwiesen wird?

      von Marketing bzw. PR – was hier die treffendere Bezeichnung wäre – scheinst du jedenfalls nicht viel Ahnung zu haben. Was mich verwundert, euer „444“ Video war doch deutschlandweit ein Renner!

  2. An die alten Säcke die sich hier seit Wochen am streiten sind…. ihr seid es noch nicht mal wert einen Kommentar zu verfassen. Trefft euch doch mal wie echte Männer und regelt eure scheiße außerhalb des Internets. Hier herrscht Meinungsfreiheit… also darf jeder hier seinen Senf hinschreiben, jeder der darauf eine Antwort gibt und dabei persönlich oder beleidigend wird, tretet die Rechte anderer mit Füßen.

    Gruß ein 20-Jähriger

    • Junge, komm du erst mal in mein Alter! wenn du von Hartz IV leben müsstest und keinen mehr hoch bekommst, dann würdest du auch den ganzen Tag lang im Internet lungern und den Leuten auf den Sack gehen!

      • …und unter anderer Leute Namen schreiben und zwar immer das Gleiche, weil wenn man sich die Birne wegbrennt geht der Intellekt auch mit flöten 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 vor allem wenn man schon vorher nicht der Hellste war lolol

  3. @FatalGeneration
    @An die alten Säcke die sich hier seit Wochen am streiten sind…. ihr seid es noch nicht mal wert einen Kommentar zu verfassen.
    @persönlich oder beleidigend wird, tretet die Rechte anderer mit Füßen.

    No Brain, no Future. ?

  4. Ich denke auch ein Hinweisschild an der früheren Ein/Ausfahrt zur G.v. Seidelkaserne wäre billiger gewesen und hätte den gleichen Zweck erfüllt, für auf das neue Gelände aufmerksam zu machen.
    Aber dann wird jetzt noch mehr geblitzt um das Geld reinzuholen, aber nur an Stellen wo keiner gefährdet wird, aber viel einbringt. So rechnen die halt in Trier.

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