Eiskalter Unternehmer-Doppelmord: 46-Jährige steht erneut vor Gericht

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Festnahme mit Handschellen durch die Polizei
Foto: dpa

FRANKENTHAL. Mehr als dreieinhalb Jahre nach der Entführung und dem gewaltsamen Tod zweier Unternehmer aus dem badischen Brühl und aus Ludwigshafen steht eine 46 Jahre alte Frau erneut vor Gericht.

In dem Verfahren vor dem Landgericht Frankenthal geht es seit Mittwoch vor allem um die Frage, ob die Angeklagte bei der Tötung des zweiten Opfers als Mittäterin gehandelt hat. «Unter Umständen laufen wir Gefahr, dass sich die gesamte Beweisaufnahme wiederholt», sagte der Vorsitzende Richter Karsten Sauermilch zu Beginn des Prozesses.

Das Landgericht hatte die Deutsche und zwei Männer mit türkischer Staatsbürgerschaft im September 2018 unter anderem wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Richter sahen es damals als erwiesen an, dass das Trio die zwei Unternehmer Ende 2016 zunächst unter einem Vorwand in eine Lagerhalle in Mannheim gelockt und ihnen Geld abgepresst hat. Danach wurden die beiden 64 und 49 Jahre alten Männer erdrosselt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil größtenteils. Den Tatbeitrag der 46-Jährigen stuften die Karlsruher Richter aber als nicht ausreichend ein. Daher hoben sie den Schuldspruch gegen sie teilweise auf und ordneten eine Neuverhandlung vor einer anderen Strafkammer des Landgerichts an. Bis Ende Dezember sind zunächst neun weitere Verhandlungstage terminiert.

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