Eigenes Baby erschlagen: Hohe Haftstrafe für Mutter wegen Totschlags

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Eine Statue der Justizia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

KOBLENZ. Weil eine junge Frau ihr Baby erschlagen hat, ist sie vom Landgericht Koblenz wegen Totschlags zu einer hohen Haftstrafe verurteilt worden.

Die 24-Jährige bekam am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten unter Einbeziehung einer früheren Strafe, wie Gerichtssprecher Alexander Kussowski mitteilte. Die Verteidigung habe dreieinhalb und die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Gefängnis gefordert. Verteidiger Bernhard Scholz sagte, die frühere Strafe wegen Beleidigung mache nur einen Monat Haft aus. «Wir haben Revision eingelegt», ergänzte der Anwalt.

Die Anklage hatte der geständigen jungen Frau vorgeworfen, im August 2018 in Altenkirchen im Westerwald als Patientin einer Klinik für Suchttherapie den Hinterkopf ihres viermonatigen Sohns dreimal gegen eine Tischkante geschlagen zu haben. Er starb. Das Landgericht verurteilte die Frau bereits im Februar 2019 wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft. Nach der Revision der 24-Jährigen und der Staatsanwaltschaft hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil unter Verweis auf Rechtsfehler und Widersprüche auf. Eine andere Strafkammer des Landgerichts Koblenz rollte nun den Fall teils neu auf. Zur erheblich höheren Haftstrafe vom Mittwoch sagte Verteidiger Scholz, diesmal hätten die Richter unter anderem keine Affekthandlung und keine verminderte Schuldfähigkeit gesehen.

Laut der BGH-Entscheidung und dem ersten Urteil hatte das Baby in der Tatnacht seine Mutter angelächelt. Dieser seien damit die Erinnerungen an die als traumatisch empfundene Zeugung und an den Kindsvater hochgekommen. Die 24-Jährige habe von einer Vergewaltigung gesprochen. Sie habe ihren Sohn erschlagen, um die Erinnerung an den Vater und das Lächeln des Babys auszulöschen. Sie sei nach eigenen Worten mit neun Jahren von ihrem Bruder sexuell missbraucht und früh drogenabhängig, kriminell und zeitweise obdachlos geworden.

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2 KOMMENTARE

  1. Warum wollen solche Menschen dann auch noch ein Kind ? zu dumm zum Verhüten oder man will was eigenes, wenn es ein Unfall war sollte man es zur Adoption freigeben oder in eine Babyklappe schieben, die Strafe ist m.M. nach gerechtfertigt, man muss ´sich nur vorstellen man hätte so eine Mutter , das ist schaurig

  2. Und die ist so eine Assi alte die sitzt in Rohrbach und sagt sie könne nichts für die Tat sie sei schliesslich krank….. Kotz……. Die geht nicht in den Hof in Rohrbach……

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