Eigenes Baby erschlagen? Urteil im Prozess um gewaltsamen Kindes-Tod erwartet

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Symbolbild. Foto: dpa-Archiv

KOBLENZ. Eine junge Mutter soll ihr Baby erschlagen haben – im Koblenzer Prozess um diesen mutmaßlichen Totschlag wird im Laufe des heutigen Mittwochs das Urteil erwartet. Erst seien am Landgericht eine Zeugin und ein Sachverständiger geladen, sagte einer der Anwälte der 24-Jährigen, Bernhard Scholz. Dann könnte nach den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung die Entscheidung der Richter fallen.

Die Anklage wirft der jungen Frau vor, im August 2018 in Altenkirchen im Westerwald als Patientin einer Klinik für Suchttherapie den Hinterkopf ihres viermonatigen Sohns dreimal gegen eine Tischkante geschlagen zu haben. Danach sei er gestorben. Das Landgericht verurteilte die Frau bereits im Februar 2019 wegen Totschlags zu sechs Jahren Haft. Nach der Revision der Angeklagten und der Staatsanwaltschaft hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil unter Verweis auf Rechtsfehler und Widersprüche auf. Nun rollte eine andere Strafkammer des Landgerichts Koblenz den Fall teils neu auf.

Laut der BGH-Entscheidung und dem ersten Urteil hatte das Baby in der Tatnacht seine Mutter angelächelt. Dieser seien damit die Erinnerungen an die als traumatisch empfundene Zeugung des Kindes und an seinen Vater hochgekommen. Die Angeklagte habe von einer Vergewaltigung gesprochen. Sie habe ihren Sohn erschlagen, um die Erinnerung an den Kindsvater und das Lächeln des Babys auszulöschen.

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