Trierer Pfarreienreform muss überarbeitet werden

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Foto: dpa-Archiv

TRIER. Wegen Bedenken aus Rom muss die im Bistum Trier geplante Pfarreienreform überarbeitet werden. Dies betreffe unter anderem die Größe der künftigen Pfarreien, die Geschwindigkeit der Umsetzung und die Rolle des Pfarrers in dem Leitungsteam der Pfarrei, teilte das Bistum Trier am Dienstag mit.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann kündigte an, das Gesetz zur Umsetzung von Reformen im Bistum Trier mit seinen Mitarbeitern und den diözesanen Räten zu überarbeiten.

Ackermann war am vergangenen Freitag zu Gesprächen in der Kleruskongregation in Rom gewesen, um über die Pfarreienreform im Zuge der Synodenumsetzung im Bistum zu sprechen. Die Kongregation hatte die Reform im Ende November 2019 zur Überprüfung ausgesetzt. Damit konnten die zuvor zum 1. Januar 2020 geplanten ersten 15 von insgesamt 35 neuen Großpfarreien im Bistum nicht errichtet werden. Seitdem liegen die Pläne auf Eis.

Die Reformen beruhen auf einem Reformpaket, das eine 280-köpfige Synode in Trier 2016 beschlossen hatte. Die neue Pfarreienstruktur gilt als umstritten: Kritiker befürchten unter anderem mit der Auflösung von insgesamt 887 kleinen Pfarreien in derzeit 172 Pfarreiengemeinschaften einen Rückzug der Kirche vor Ort.

Unter anderem diese Kritik war nach Rom getragen worden – und hatte die Aussetzung mit ausgelöst. Das Bistum Trier zählt knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Insgesamt zehn der zuvor geplanten Großpfarreien liegen im Saarland.

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